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OÖ. Der Unmut aufgrund überfüllter Schülerbusse - vor allem jetzt zu Corona-Zeiten - war und ist vielerorts groß. Das Land OÖ hat angekündigt, Geld in die Hand zu nehmen, um Verstärkerbusse zur Entlastung des Schülerverkehrs einzusetzen - Tips hat berichtet. Der OÖ Verkehrsverbund hat nun bekannt gegeben, wo ab Montag, 28. September verstärkt gefahren wird.

Symbolbild - Bus des OÖ Verkehrsverbundes (Foto: OÖVV/Wolfgang Stöttinger - www.wolfography.at)
Symbolbild - Bus des OÖ Verkehrsverbundes (Foto: OÖVV/Wolfgang Stöttinger - www.wolfography.at)

Nach genauer Evaluierung der Fahrgastzahlen und Überprüfung der Situation vor Ort, bestellt der OÖ Verkehrsverbund in enger Abstimmung mit dem Land OÖ Verstärkerbusse für besonders stark ausgelastete Schülerlinien.

„Die zusätzlichen Mittel sollen eine Entspannung in den Schulbussen bringen und ein bestmögliches Schutzniveau in den Schulbussen so wie in der Schule selbst ermöglichen“, so Landeshauptmann Thomas Stelzer. Infrastrukturlandesrat Günther Steinkellner zeigt sich erfreut über die bereits umgesetzten Bestellungen von Verstärkerbussen: „Vor allem an gewissen Hotspots stößt der ÖV an die Kapazitätsgrenzen. Man unterliegt hier strengen gesetzlichen Vorgaben, die nicht einfach ignoriert werden können. Dort wo es aber möglich und auch wirklich nötig ist, werden nun vom OÖVV durch die Bestellung von Verstärkerfahrten und effizientem Fahrzeugmanagement mehr Kapazitäten geschaffen.“

Ältere Fahrzeuge werden eingesetzt

„Die aktuelle Corona-Pandemie stellt uns alle vor sehr große Herausforderungen. Um nun auf den sehr stark ausgelasteten Schülerlinien Verstärkungsmaßnahmen umzusetzen, können wir die sonst im Linienverkehr in Oberösterreich angewandten Qualitätskriterien nicht erfüllen. Wir müssen auf teilweise ältere Fahrzeuge und Reisebusse zurückgreifen, die wir normalerweise im Linienverkehr nicht einsetzen würden. Aber außergewöhnliche Umstände erfordern außergewöhnliche Maßnahmen“, erläutert Herbert Kubasta, Geschäftsführer der OÖ Verkehrsverbund Gesellschaft.

Zahlreiche Verstärkungsfahrten (Stand 25. September, 15 Uhr)

Bereits fixiert sind Verstärkungsfahrten auf den Linien

  • 312 Gallneukirchen - Freistadt
  • 312 Neukmarkt im Mühkreis - Freistadt
  • 312 Freistadt - Neumarkt im Mühlkreis
  • 338 Keferfeld - Freistadt
  • 352 Niederzirking - Perg
  • 433 Steyrdurchbruch - Molln - Untergrünburg
  • 450 Sierning - Steyr Bahnhof
  • 468 Bad Hall - Schlierbach/Krems
  • 481 Schlierbach/Krems - Pettenbach
  • 505 Laakirchen - Gmunden - Altmünster (ab 5. Oktober)
  • 526 Desselbrunn - Attnang-P. - Vöcklabruck
  • 562 Weyregg - Kammer - (Vöcklabruck) (ab 5. Oktober)
  • 593 Oberwang - Mondsee
  • 663 Eferding - Dachsberg
  • 664 Buchkirchen - Wels
  • 693 St. Thomas - Dachsberg
  • 713 Ottnang - Pilsbach - Vöcklabruck (ab 5. Oktober)

Die Liste der Verstärkungsfahrten wird laufend erweitert - und ist für Eltern, Schüler und Lehrer detailliert und aktualisiert unter www.ooevv.at/zusatzfahrten einzusehen. Zusätzlich informiert der OÖ Verkehrsverbund die jeweiligen Gemeinden und Schulen direkt über die betreffende Verstärkerfahrten.

Corona-Regeln in Öffis

In den öffentlichen Verkehrsmitteln muss ein Mund- und Nasenschutz getragen werden, seit Beginn des Ausbruchs der Corona-Pandemie werden die Busse und Bahnen noch gründlicher gereinigt als davor. Der Abstand von einem Meter ist laut Bundesverordnung in Öffis aber nicht zwingend vorgeschrieben. Untersuchungen der AGES (Österreichische Agentur für Ernährungssicherheit) zeigen, dass bislang keine Clusterbildungen auf die Nutzung des Öffentlichen Verkehrs zurückzuführen sind.

Vorschlag: Gestaffelter Schulbeginn bei höheren Schulen

Um die Situation noch weiter entlasten zu können, ist die Bildungsdirektion im Auftrag des Landes OÖ bereits auch an die vier höheren Schulen sowie die berufsbildenden mittleren und höheren Schulen herangetreten, um auf die Möglichkeiten einer gewissen Form der Flexibilisierung hinzuweisen. Steinkellner: „Spätere Unterrichtszeiten insbesondere für die älteren Schüler ab 14 Jahren würde die Morgenspitze stark entlasten. Nun heißt es gemeinsam anpacken, denn der Öffentliche Verkehr kann diese Situation nicht alleine bewältigen.“


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