OÖ: Corona-Schutzmaßnahmen in sozialen Einrichtungen werden verstärkt

Hits: 1557
Karin Seyringer Karin Seyringer, Tips Redaktion, 27.10.2020 11:50 Uhr

OÖ. Nach den Verstärkungen der Schutzmaßnahmen in den Alten- und Pflegeheimen in OÖ hat das Sozialressort in Abstimmung mit dem Krisenstab des Landes zusätzliche Schutzempfehlungen an die Träger der sozialen Einrichtungen in Oberösterreich herausgegeben. In einem Zwei-Stufen-Plan gelten je nach Risikoeinschätzung spezielle Empfehlungen.

Allen voran bleiben als wichtigste Regeln das Tragen eines Mund-Nasenschutzes, der ausreichende Sicherheitsabstand und die nötige Handhygiene. Darüber hinaus werden weitere, auf die individuelle Besonderheit des Angebotes abgestimmte Maßnahmen gelten, teilen Gesundheitsreferentin LH-Stellvertreterin Christine Haberlander, Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer und Integrations-Landesrat Stefan Kaineder mit.

Aktuell „erhöhte Risikolage“

In einem Zwei-Stufen-Plan wurden Empfehlungen herausgegeben, die je nach Risikoeinschätzung gelten. Aktuell ist diese Risikoeinschätzung in OÖ aufgrund der aktuellen Covid-Situation die „erhöhte Risikolage“.

Die Empfehlungen gelten für folgende Bereiche:

  • Angebote nach dem Chancengleichheitsgesetz für Menschen mit Beeinträchtigungen
  • Wohnungslosenhilfe
  • Frauenhäuser
  • Grundversorgung für Fremde
  • Mobile Angebote

Neben den allgemein gültigen Empfehlungen, wie dass Besuche im Bewohnerzimmer oder in definierten Besuchszonen stattfinden und Gesundheitschecks durchzuführen sind, sollen in der aktuellen Situation bei einem erhöhtem Risiko Besuche auf zwei Besucher pro Tag und Bewohner festgelegt werden.

Die weiteren Empfehlungen im Detail

Mobile Dienste

Auch jetzt tragen die Mitarbeiter durchgehend einen Mund-Nasenschutz. Bei einem erhöhten Risiko ist eine zusätzliche Empfehlung etwa, dass beim Unterschreiten des Ein-Meter-Mindestabstands eine FFP2-Maske in Verbindung mit einer Brille oder einem Visier getragen werden sollte. Weiters soll auf die Bundesvorgaben in Bezug auf geschützten Kontakt geachtet werden.

Geschütztes Arbeiten bei Beeinträchtigten

Eine Teilnahme am geschützten Arbeiten ist nur dann möglich, wenn keine Symptome einer Infektionskrankheit vorliegen. Bei einem erhöhten Risiko ist die Empfehlung, nach Möglichkeit auf ein digitales Angebot umzusteigen.

Notschlafstelle

Hier ist ein Regelbetrieb unter Einhaltung der Schutz- und Hygienemaßnahmen möglich. Bei einem erhöhten Risiko ist die zusätzliche Empfehlung etwa, dass täglich eine Messung der Körpertemperatur durchgeführt und dokumentiert wird.

Alkohol- und Suchtberatungsstellen, Schuldnerberatung, Frauenberatungsstellen

Bei normalem Risiko wird der Kunde beim Eingang abgeholt und direkt in den Beratungsraum geführt. Dabei ist darauf zu achten, dass sich keine Kunden in den Räumlichkeiten begegnen. Bei einem erhöhten Risiko ist die zusätzliche Empfehlung, die persönlichen Angebote zu reduzieren und auf telefonische bzw. Online-Angebote umzustellen.

„Nötiger Schutz für alle“

„Unser Ziel ist es, angesichts der großen Herausforderungen durch Corona, die Gesundheit der Oberösterreicher bestmöglich zu schützen. Neben dem Schutz für die besonders gefährdeten Gruppen in den Alten- und Pflegeheimen braucht es auch den nötigen Schutz für all jene, die sich in sozialen Einrichtungen befinden oder Dienstleistungen des Sozialressorts in Anspruch nehmen“, so Haberlander, Gerstorfer und Kaineder.

Artikel weiterempfehlen:

Kommentar verfassen



Am 1. Dezember ist der Tag des Gebens

LINZ. Ehrenamtliche Helfer sind in allen Bereichen der Organisation eine wichtige Hilfe und Stütze, zum „Giving Tuesday“, dem Tag des Gebens am 1. Dezember, sagt die Volkshilfe Linz dafür Danke und ...

Aktuelle Covid-19-Situation in OÖ: Erstmals seit Anfang November unter 10.000 aktive Fälle, 41 Todesfälle nachgemeldet (Stand: 28. November, 17 Uhr)

OÖ. Von Freitag, 27. auf Samstag, 28. November wurden in Oberösterreich 1.092 neue Covid-19-Fälle gemeldet, nach 1.076 am Vortag. Gleichzeitig ist die Zahl der Genesenen gestiegen, somit sind im Bundesland ...

„Frag Elli!“: Linzer Chatbot mit 43.000 Suchanfragen

LINZ. Seit eineinhalb Jahren gibt es auf der Homepage der Stadt Linz den Chatbot „Frag Elli!“ - die „Elektronische Linzerin“. Im heurigen Corona-Jahr wurde die Online-Assistentin über 43.000 Mal ...

Gerstorfer mit 86,8 Prozent als SPÖ-Landeschefin bestätigt

OÖ/LINZ. Die SPÖ OÖ hielt heute ihren Landesparteitag erstmals komplett virtuell ab - Tips hat berichtet. Birgit Gerstorfer wurde dabei als Landesparteivorsitzende bestätigt, mit 86,8 Prozent der Delegiertenstimmen. ...

SPÖ-Landesparteitag geht virtuell über die Bühne

OÖ/LINZ. Die SPÖ Oberösterreich begeht heute (28. November) ihren Landesparteitag - und zwar komplett online. Birgit Gerstorfer wird als Landesparteivorsitzende wiedergewählt.

Initiative „AusBildung bis 18“ unterstützt bei vielen Fragen

LINZ/OÖ. Bildung und Ausbildung eröffnen jungen Menschen mehr Chancen und bessere Jobperspektiven. Deswegen hat die Bundesregierung 2016 die Initiative „AusBildung bis 18“ ins Leben gerufen. Ziel ...

Offenbar Bonus für Gesundheits- und Pflegebereich in OÖ geplant

OÖ. Das Land OÖ plant offenbar angesichts der angespannten Corona-Situation einen Bonus für Mitarbeiter im Gesundheits- und Pflegebereich, die aktuell besonders gefordert sind.

Kerzen und Adventkränze: Brandgefahr nicht unterschätzen

OÖ. Die aktuelle Vorweihnachtszeit birgt auch Gefahren und kann „brandgefährlich“ sein - warnen die Brandverhütungsstelle OÖ und Sicherheits-Landesrat Wolfgang Klinger. Denn mit dem Advent beginnt ...