Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

LINZ. Im vergangenen Schuljahr 2019/20 wurden insgesamt 806 Schüler von der Schulsozialarbeit in den Linzer Pflichtschulen betreut. Corona-Krise und Lockdown führten zu großen Herausforderungen in den Familien.

Im vergangenen Schuljahr 2019/20 wurden insgesamt 806 Schüler von der Schulsozialarbeit in den Linzer Pflichtschulen betreut. (Foto: Symbolbild: Weihbold)

Coronakrise, Lockdown, Homeschooling – 2020 war bislang ein äußerst herausforderndes Jahr für Schüler, Eltern und Pädagogen gleichermaßen. Schulsozialarbeit ist dabei einer der wichtigsten Hebel, um Problemstellungen und Schwierigkeiten im schulischen Umfeld rechtzeitig zu bearbeiten. Der soziale Dienst dient der Prävention von Krisen und tritt für den Schutz der Minderjährigen ein.

Nachfrage stieg heuer deutlich an

Die städtische Schulsozialarbeit (SuSA) klärt bei Kindern und Jugendlichen im schulischen Zusammenhang auftretende Probleme ab, berät und betreut Schüler und deren Familien. „Die bedeutende Funktion der Schulsozialarbeit als präventiver sozialer Dienst hat sich vor allem während und nach dem Lockdown gezeigt.

In diesem Jahr war die Nachfrage an unseren Beratungsangeboten ungebrochen. Der enorme Fallanstieg hängt eindeutig mit der Corona-Krise zusammen. Uns war wichtig, dass kein Kind verloren geht. In vielen Fällen ist es der Schulsozialarbeit gelungen, vor allem jene Eltern zu erreichen, bei denen der Kontakt zum Schulsystem während des Lockdowns abgebrochen ist. Dies ist sicher auch den guten Netzwerken, die die Schulsozialarbeiter haben, zu verdanken“, verweist Vizebürgermeisterin Sozialreferentin Karin Hörzing auf die Wichtigkeit dieses sozialen Dienstes.

800 Schüler im vergangenen Schuljahr betreut

An Linzer Pflichtschulen mit gesamt etwa 11.300 Schülern wird Schulsozialarbeit im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe angeboten. Die Sozialarbeiter und Schulärzte aus der Abteilung Jugendgesundheit und Schulsozialarbeit im Geschäftsbereich Soziales, Jugend und Familie bilden ein gut kooperierendes und fachlich kompetentes Expertenteam am Standort Schule. Sie stehen Familien und Schulen – je nach Bedarf persönlich oder telefonisch – aktiv zur Seite.

Im vergangenen Schuljahr 2019/20 wurden insgesamt 806 Schüler von der Schulsozialarbeit in den Linzer Pflichtschulen betreut. Konkret sind das 52 Fälle mehr als im Vorjahr. Über 50 Prozent der betreuten Kinder sind im Volksschulalter, gefolgt von Hauptschule (37 Prozent), Sonderschule (8,3 Prozent) und Polytechnischer Schule (3,2 Prozent). Die Kontaktaufnahme erfolgte in mehr als 70 Prozent der Fälle durch die Pädagogen bzw. durch die Schulleitung, gefolgt von Betreuungslehrer (11,5 Prozent) sowie den Eltern (6,9 Prozent) oder Schüler (1,5 Prozent) selbst.

In 42,8 Prozent der Fälle dauerte die Betreuung weniger als zwei Monate. Um 43,2 Prozent der Schüler nahmen sich die Sozialarbeiter länger an. 14 Prozent wurden über sechs Monate hinaus betreut. In 5,6 Prozent der Fälle reichte das Schulsozialarbeit-Angebot für die betreuten Schüler nicht aus. Für sie wurden unterstützende Erziehungshilfen in die Wege geleitet.

Lockdown als familiäre Herausforderung

Die vergangenen Monate haben Familien enorm geprägt. Für viele Eltern war es eine große Herausforderung, neben der Erziehung und Freizeitgestaltung auch die Beschulung sicherzustellen und das oft auf kleinstem Raum.

„Vor allem der Lockdown stellte viele Familien vor unvorhergesehene Hürden. Die Schulsozialarbeiter haben deshalb direkt aus dem Homeoffice die Eltern, Kinder und Jugendlichen bestmöglich unterstützt. Die Eltern waren dankbar, dass sie Tipps bekommen haben, aber vor allem, dass ihnen in fordernden Zeiten ausreichend Gehör geschenkt wird“, informiert Vizebürgermeisterin Karin Hörzing.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden