Kritik nach Politiker-Impfungen in OÖ

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Karin Seyringer Tips Redaktion Online Redaktion 19.01.2021 16:47 Uhr

OÖ. Die Corona-Impfungen in den Alten- und Pflegeheimen laufen, allerdings sorgen mittlerweile auch in Oberösterreich Meldungen für Unmut, wonach vereinzelt etwa Bürgermeister ebenfalls geimpft wurden, nachdem Impfdosen übrig geblieben waren.

Im Fall von Eberschwang, Bezirk Ried im Innkreis - Tips hat berichtet - kündigten das Büro von Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer (SPÖ) sowie die zuständige Bezirkshauptfrau Yvonne Weidenholzer an, den Impfvorgang zu überprüfen. Die Heimaufsicht des Landes sieht - berichtet der ORF OÖ -bei den Impfungen in Eberschwang aus rechtlicher Sicht kein Fehlverhalten. Allerdings müsse sich das Handeln der Politiker an hohen moralische Maßstäben orientieren, wird Landesrätin Gerstorfer zitiert.

Neben Eberschwang sind am Dienstag weiter Fälle bekannt geworden, wonach Bürgermeister geimpft worden seien, laut OÖN die Bürgermeister von Enns und St. Georgen an der Gusen im Bezirk Perg. Beide versichern, sich nicht vorgedrängt zu haben.

„Bürgermeister keine Hochrisikogruppe“

Kritik kommt von den Grünen OÖ: „Der Impfstoff ist knapp. Es gibt eine ganz klare Prioritätenliste, welche Gruppen jetzt vorrangig geimpft werden. Bürgermeister gehören definitiv nicht dazu. Ich appelliere eindringlich an die Spitzen der Bürgermeister-Parteien ÖVP, SPÖ und FPÖ hier auf die OrtschefInnen ihrer Parteien einzuwirken, ein Impf-Vorschummeln zu unterlassen und das vorgegebene Impfprozedere bestmöglich zu unterstützen“, so die Grüne Gesundheitssprecherin Landtagsabgeordnete Ulrike Schwarz zu den bekannt gewordenen Fällen. “Wenn Impfstoff an einer Stelle überbleibt, darf nicht der Bürgermeister zugreifen, sondern dann ist der Impfstoff an anderer benötigter Stelle einzusetzen. Das ist überhaupt keine Frage“, betont Schwarz.

SPÖ Binder macht Haberlander und Anschober verantwortlich

SPÖ-Gesundheitssprecher Peter Binder hingegen macht Gesundheits-Landesrätin Christine Haberlander sowie Gesundheitsminister Rudi Anschober für das „Impf-Chaos“ verantwortlich. Offenbar sei man „des Zählens von Heimbewohnern nicht mächtig, weshalb scheinbar flächendeckend zu viele Impfdosen ausgegeben wurden.“ 

Er fordert einen Corona-Impfgipfel: „Wir brauchen einen breiten Schulterschluss gegen das Chaos. Ein funktionierender Impfplan ist der wichtigste Schritt auf dem Weg aus der Pandemie“, so Binder - mehr auf www.tips.at/n/525394

Vorgehen nach Plan

Laut Impfstrategie des Bundes werden erst Bewohner und Mitarbeiter von Alten- und Pflegeheimen geimpft, sollten vor Ort aus Gründen wie der Erkrankung eines Impflings Impfstoff überbleiben, sollen weitere priorisierte Personen geimpft werden - etwa externe Dienstleister, die regelmäßig in Heime kommen, in weiterer Folge auch Angehörige, die regelmäßig Heimbewohner besuchen.

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Kommentare

  1. 22.01.2021 10:28 Uhr

    - Eine Dümmere Ausreden weil Zuviel Imstoff vorhanden ist können Bürgermeister geimpft werdengibt es nicht Ich werde nach 47 Jahren Parteimitglied diese nun verlassen. Das ist unerhört was ihr abläuft.



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