Erste Infektion mit mutiertem Covid-Virus in Linz
LINZ. Auch in Linz ist mittlerweile eine Mutation des Covid-19-Virus aufgetaucht. „Bedauerlicherweise kann noch niemand genau sagen, wie sich diese Mutation genau auswirkt, daher ist weiterhin große Vorsicht angebracht“, betont Bürgermeister Klaus Luger.

Die Linzer Bevölkerung hätte sich bis jetzt großartig verhalten: „Ich bedanke mich für die herausragende Disziplin der Linzerinnen und Linzer. Dadurch ist es möglich geworden, die für die Beurteilung der Lage so wichtige 7-Tage-Inzidenz auf aktuell unter 50 zu drücken. Linz hat damit den viertniedrigsten Wert im österreichweiten Bezirksvergleich“, so das Linzer Stadtoberhaupt weiter. Damit sei die Lage vergleichbar mit jener im Juli oder August des Vorjahres. Den Höchstwert der 7-Tage-Inzidenz erreichte Linz am 16. November mit 664.
Für Luger sei auffallend, dass aktuell ländlich geprägte Regionen stärker betroffen zu sein scheinen. „Kein Wunder ist es, dass dabei die Skiregionen in Salzburg, Tirol und Vorarlberg besonders hervorstechen“, meint Luger. Es bestehe diesbezüglich höchster Handlungsbedarf. „Die Bilder von Menschenansammlungen bei Liftstationen und dem bunten Treiben auf Skipisten tragen auch kaum zum Verständnis der Menschen für die drastischen Maßnahmen bei, die ihr Alltagsleben massiv einschränken“, ist Klaus Luger überzeugt.
Acht von zehn Fällen zu 100 Prozent aufgeklärt
Mit ausschlaggebend für die gute Situation in der oberösterreichischen Landeshauptstadt seien auch die Erfolge beim Contact Tracing: „Wir haben früh auf ein eigenes System gesetzt, durch das wir das Infektionsgeschehen stets besser nachverfolgen konnten als dies mit dem Modell des Bundes möglich gewesen wäre“, erklärt Bürgermeister Klaus Luger.
Aktuell liege die Aufklärungsquote bei 78 Prozent. „Das bedeutet, dass in acht von zehn Fällen genau geklärt werden könne, woher die Infektion bei den jeweils vom Virus betroffenen Menschen gekommen ist, Das ist eine wichtige Information, um die Ausbreitung in den Griff zu bekommen“, so Luger. Sogar im schwierigen Monat Dezember sei diese Aufklärungsquote nie unter zwei Drittel gesunken.
Zweit-Impfung der über 80-Jährigen ab 9. Februar
Eine Normalisierung des Lebens in Linz werde jedoch erst mit der Ausrollung der Impfstoffe und der damit verbundenen breiten Immunisierung der Bevölkerung erreicht werden. „Dem Impfplan des Bundes folgend, wurden in den Linzer Seniorenzentren 2.000 Impfdosen verabreicht. 85 Prozent der Bewohner und 55 Prozent der Mitarbeiter konnten so bereits geimpft werden. Durch jene Beschäftigten und Pflegebedürftigen, die erkrankt und wieder genesen sind und auf diesem Wege Antikörper bilden konnten, erhöht sich die Zahl der faktisch Immunisierten noch einmal deutlich“, berichtet Bürgermeister Klaus Luger.
Für die über 80-Jährigen wurden ebenfalls 2.000 Impfdosen ausgegeben, die Zweitimpfung erfolgt ab 9. Februar im Neuen Rathaus. 200 übriggebliebene Impfdosen, die so genannte „7. Dosis“, wurde an Mitarbeiter des Kepler Uniklinikums abgegeben. „Bedauerlicherweise fehlen uns immer noch Informationen des Gesundheitsministeriums, wann und in welchem Ausmaß weiterer Impfstoff für die Linzerinnen und Linzer verfügbar sein wird“, bedauert Bürgermeister Luger. „Darum bleibt uns nichts weiter übrig, als weiterhin auf die Geduld und Disziplin der Linzerinnen und Linzer zu setzen, denen ich meinen tiefsten Respekt zolle“, so das Linzer Stadtoberhaupt abschließend.


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