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Online Redaktion, 11.02.2021 14:04

OÖ. Anfang März will das Gesundheitsministerium mit den zuständigen Landesräten der Bundesländer beraten, ob und welche Öffnungsschritte und Lockerungen in durchgeimpften Alten- und Pflegeheimen möglich sind - Tips hat berichtet. Auch der OÖ Seniorenbund bringt konkrete Vorschläge zur Lockerung der Besuchsregeln ein. „Die Durchimpfung in Pflegeheimen muss die Eintrittskarte zu mehr Normalität sein“, fordert Landesobmann LH a.D. Josef Pühringer.

Seniorenbund-Landesobmann LH. a.D. Josef Pühringer und Landesgeschäftsführer Franz Ebner - Archivfoto. (Foto: OÖ Seniorenbund)

Ab einer bestimmten Durchimpfungsrate unter den Heimbewohnern je Pflegeeinrichtung könnten erste Schritte zur sukzessiven Öffnung führen. „Je höher die Durchimpfungsrate in einem Haus, desto geringer ist das Infektionsrisiko. Ab einer Impfrate von etwa 70 Prozent ist aus unserer Sicht eine Lockerung möglich und erforderlich. In einem ersten Schritt könnte eine enge Bezugsperson, wie zum Beispiel der Ehepartner oder ein enger Angehöriger die Möglichkeit erhalten, mehrmals pro Woche den Angehörigen zu besuchen. Damit würde auch die Personenanzahl der Besucher und somit die möglichen Kontakte in Grenzen gehalten. Werden sowohl ein negatives Testergebnis vorgezeigt und auch die vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen eingehalten, wird dieser erste Öffnungsschritt das Infektionsgeschehen nicht negativ beeinflussen“, appelliert der OÖ Seniorenbund mit Landesobmann Pühringer und Landesgeschäftsführer Franz Ebner.

Isolation macht zu schaffen

Die grundlegenden Bedürfnisse dürften nicht der Bekämpfung der Corona-Pandemie zum Opfer fallen. „Vielen Heimbewohner – insbesondere jenen mit Demenz - macht die soziale Isolation sehr zu schaffen und hat ebenso massive negative Auswirkungen auf deren Gesundheit. Die Senioren vor dem Virus zu schützen darf nicht dazu führen, dass sie völlig vereinsamen und dadurch psychischen Schaden nehmen. Trotz guter und bedürfnisorientierter Pflege kann das Personal die Liebsten nicht ersetzen. Um der Vereinsamung entgegenzuwirken, hilft nur die schrittweise Lockerung der Besuchsregelungen“, so Pühringer.

Aktuell darf ein Bewohner nur einmal pro Woche von einer ausgewählten Person für eine Stunde Besuch erhalten. Diese Regelungen wurden Anfang Dezember festgelegt. „Mittlerweile wurde aber allen Bewohnern sowie dem Pflegepersonal ein Impfstoff angeboten. Die Gegebenheiten haben sich verändert, daher sind diese Bestimmungen nicht mehr verhältnismäßig“, fordert der Seniorenbund Anpassungen.


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