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SPÖ-Landesräte: Mehr Besuche in Alten- und Pflegeheimen erlauben - Update (10. Februar, 15.20 Uhr)

Karin Seyringer, 10.02.2021 15:26

OÖ. Die für Altenpflege und -betreuung zuständigen Landesräte der SPÖ, darunter Oberösterreichs Birgit Gerstorfer fordern, dass in bereits durchgeimpften Alten- und Pflegeheimen wieder mehr als ein Besuch pro Woche erlaubt ist. Es brauche vom Gesundheitsministerium dazu eine Klarstellung. Der Gesundheitsminister verweist auf eine Evaluierung Anfang März.

Symbolfoto (Foto: Volker Weihbold)
Symbolfoto (Foto: Volker Weihbold)

Die für Altenpflege und -betreuung zuständigen SPÖ-Sozialreferenten Birgit Gerstorfer (OÖ), Beate Prettner (Kärnten), Leonhard Schneemann (Burgenland) und Peter Hacker (Wien) wollen von Gesundheitsminister Rudi Anschober wissen, inwieweit in jenen Einrichtungen mehr Besuche ermöglicht werden können, in denen die Immunisierung durch die Impfung bereits abgeschlossen ist.

„Es ist jetzt höchst an der Zeit, dass es für die Pflegekräfte und für die Angehörigen eine Perspektive gibt, wie sich die Impfungen auf die Arbeitsbedingungen und Besuchsregelungen auswirken. Wir erwarten uns vom Gesundheitsminister bis Ende Februar eine Verordnungsänderung und Klarstellung für jene Altenbetreuungs­einrichtungen, die bereits immunisiert sind. Mit einem negativen Antigentest und dem Tragen einer FFP-2-Schutzmaske sollte es möglich sein, wieder mehr als einen Besuch pro Woche zu erlauben. Genauso braucht es Erleichterungen für das Pflegepersonal“, so Gerstorfer, Prettner, Schneemann und Hacker.

Anschober: Evaluierung Anfang März

Am Rande des Pressefoyers nach dem Ministerrat am Mittwoch appelliert Anschober, hier „noch ein wenig Geduld zu haben“, der Februar solle noch abgewartet werden, „damit wir die Durchimpfungen abgeschlossen haben“, und auch Fragen zu den Mutationen geklärt werden könnten. „Wir haben uns vorgenommen, mit den Sozialreferenten Anfang März zu evaluieren und zu entscheiden, ob wir die Besuchsregeln lockern können“, so Anschober, und weiter: „Ich bin der Erste, der das Tun möchte, aber bitte auf Basis von Sicherheit, ohne leichtfertig vorzugehen und das, was wir erarbeitet haben, nicht aufs Spiel zu setzen“, verweist Anschober bei Letzterem auf die aktuell sehr verbesserte Situation bei den Infektionszahlen und Todesfällen in den Alten- und Pflegeheimen.

Laut Zahlen des Gesundheitsministeriums ist die Zahl der aktiven Covid-Fälle in den österreichischen Alten- und Pflegeheimen von 4.194 Anfang Dezember auf 697 am 10. Februar gesunken. Die Zahl der wöchentlichen Todesfälle in den Alten- und Pflegeheimen ist von 373 kurz vor Weihnachten auf mittlerweile 97 gesunken.

Update: Sozialreferenten haben akzeptiert

„Wir werden Anfang März nochmals evaluieren und dann - wenn es die Ergebnisse erlauben - Öffnungsschritte festlegen. Dazu werde ich noch das Nationale Impfgremium sowie die Sozialreferenten einbeziehen. Die Sozialreferenten der Bundesländer haben diese Vorgangsweise heute akzeptiert“, teilt Gesundheitsminister Anschober am Mittwochnachmittag zusätzlich in einer Aussendung mit.

Aktuell gültige Regelung

Aktuell gilt bei Alten- und Pflegeheimen, dass Bewohner maximal einmal pro Woche von einer Person besucht werden dürfen, ausgenommen Palliativ, Hospizbegleitung und Seelsorge. Besucher müssen ein negatives Testergebnis vorweisen können. Im Fall eines Antigentests darf die Abnahme nicht länger als 24 Stunden zurückliegen, bei einem PCR-Test nicht länger als 48 Stunden. Zudem müssen Besucher durchgehend eine FFP2-Maske tragen.

Für die Bewohner haben die Betreiber von Alten- und Pflegeheimen einmal pro Woche, sofern sie aber innerhalb dieses Zeitraums das Alten- und Pflegeheim verlassen haben, zweimal pro Woche, ein Testangebot sicherzustellen. 

Mitarbeiter mit Kontakt zu Bewohnern müssen zweimal wöchentlich getestet werden und zusätzlich eine FFP2-Maske tragen.


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