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LINZ. Die Stadt Linz will neue Photovoltaikanlagen auf dem Design Center Linz, der Feuerwache Nord und zwei Schulen errichten. Damit wird die bestehende Gesamtfläche mehr als verdoppelt. Details wurden am Freitag, 18. Juni, bekanntgegeben.

  1 / 2   Das Linzer Design Center soll eine Photovoltaikanlage bekommen, die Strom für 32 Einfamilienhäuser erzeugt. (Foto: Volker Weihbold)

Die Stadt Linz hat derzeit Photovoltaikanlagen (z.B. in der solarCity, Straßenmeisterei Süd, Hauptfeuerwache im Zentrum) mit einer Gesamtfläche von mehr als 1.000 Quadratmetern. Diese haben eine Gesamtleistung von etwa 211.000 Kilowattstunden, was dem Stromverbrauch von ungefähr 100 Haushalten entspricht. Darüber hinaus betreibt die Linz AG weitere Solargeneratoren auf Gebäuden im Stadtgebiet. Zukünftig sollen auch das Design Center, die Feuerwache Nord, die Edmund-Aigner Volksschule sowie die Theodor-Grill-Volksschule mit Photovoltaikanlagen ausgestattet sein. Darüber informierten Stadträtin und Liegenschafts-Referentin Regina Fechter (SPÖ) sowie Umwelt-Stadträtin Eva Schobesberger (Grüne). Mit diesen vier geplanten Anlagen könne Strom für 57 Einfamilienhäuser erzeugt werden, wobei es alleine beim Design Center 32 seien.

„Trendwende in der Energieversorgung“

Während das internationale Veranstaltungszentrum Symbolcharakter habe, könne bei Schulen und Horten ein klares Zeichen für die jüngere Generation gesetzt sowie Wissen über nachhaltige Stromerzeugung vermittelt werden. „Wir müssen uns auch als Stadt auf den Weg zur Klimaneutralität machen. Mit dem forcierten Einsatz von Solarenergie und den dazu entwickelten ausgereiften Techniken können wir einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Trendwende in der Energieversorgung leisten“, ist Schobesberger überzeugt. Für Photovoltaikanlagen spreche etwa, dass sie eine Lebensdauer von bis zu 30 Jahren haben und das ganze Jahr über Strom erzeugen würden. Zudem werden der CO2-Ausstoß und die damit verbundenen Treibhausgase verringert.

„Linz war beim Einsatz von Solarenergie ein Vorreiter und hat als eine der ersten Kommunen bereits in den 1990er-Jahren auf städtischen Gebäuden Photovoltaikanlagen errichtet. Mit den gemeinsam mit der Linz AG erarbeiteten Projekten werden nun in großem Stil Maßnahmen für den Einsatz von Sonnenenergie auf den Dächern städtischer Gebäude gesetzt“, kündigt Fechter an. Für die neuen Solargeneratoren soll mit der städtischen Immobilien Linz GmbH und der Linz Strom Gas Wärme GmbH zusammengearbeitet werden. Nach dem Design Center, der Feuerwache Nord und den beiden Schulen sind Photovoltaikanlagen für weitere städtische Gebäude vorgesehen.

Evaluierung der bisherigen Vorgangsweise

Damit möchte die Landeshauptstadt eine Vorbildfunktion für die Bevölkerung einnehmen, was auch Elisabeth Manhal, Klubobfrau der Linzer ÖVP, unterstreicht: „Dass sich die Stadträtinnen Schobesberger und Fechter zu einem Ausbau von Photovoltaikanlagen auf städtischen Gebäuden bekennen und erste Projekte präsentieren, wird von der Linzer Volkspartei begrüßt. Schon im Herbst des Vorjahres brachte die Linzer Volkspartei einen Antrag im Gemeinderat ein, um ein Konzept für eine Photovoltaik-Offensive auf Dächern von städtischen und Gebäuden der Unternehmensgruppe Stadt Linz auszuarbeiten. Jetzt müssen den ersten Ankündigungen aber rasch weitere konkrete Projekte folgen. Schließlich hat die Stadt auch eine große Vorbildwirkung für Private“.

Da die mögliche Ausstattung mit Photovoltaik-Anlagen seit 2012 fixer Bestandteil jeder Neu- oder Umbauprüfung ist und sich die Technik weiterentwickelt hat, haben die Stadt Linz und die Linz AG die bisherige Vorgansweise evaluiert. Diese Ergebnisse stellen die Basis für die jetzt geplanten Maßnahmen dar.


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