Markus Achleitner: Es lohnt sich, für Dinge zu kämpfen, auch wenn es oft aussichtslos scheint
In seinem Gasteitrag für die 35 Jahre Tips-Jubiläumsausgabe erzählt Landesrat Markus Achleitner von seiner ersten Auslandsreise nach dem EU-Beitritt.

Oft sind es die vermeintlich kleinen Dinge oder Geschichten, die sich nachhaltig ins Gedächtnis einprägen und einem auch im Nachhinein noch Gänsehaut-Feeling bescheren. Ein solches Erlebnis ist für mich nach wie vor die erste Auslandsreise nach dem EU-Beitritt Österreichs, als „EU-Passengers only“ plötzlich auch für uns galt, als die Reisefreiheit kein Schlagwort mehr war, sondern Realität wurde. Dieses Ereignis ist mir auch in den Sinn gekommen, als ich vor zwei Jahren beim oberösterreichisch-tschechischen Festkonzert in Trebon anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Falls des Eisernen Vorhangs teilnehmen durfte. Nicht nur, weil mein Sohn als Solo-Pianist auf der Bühne stand, sondern weil es mir einmal mehr vor Augen geführt hat: Was vor mehr als 30 Jahren eine unüberwindliche, todbringende Grenze war, wächst jetzt wieder zusammen, ist heute mit der EU ein gemeinsamer Raum. Das ist auch für meine Arbeit immer wieder ein Ansporn: Es lohnt sich, für Dinge zu kämpfen und zu arbeiten, auch wenn sie am ersten Blick aussichtslos erscheinen und die Früchte vielleicht sogar erst die nächste Generation erntet.


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