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LINZ. 58 Projekte haben sich um den ersten Frauenförderpreis des Landes OÖ beworben. Unter den Linzer Preisträgern sind der OÖ Landesfeuerwehrverband und das Linz Center of Mechatronics GmbH (LCM). Frauen- Landesrätin Christine Haberlander gab in einer Aussendung die Details bekannt.

  1 / 2   von links: Margit Angerlehner (Vizepräsidentin WKOOE), Frauen-Landesrätin Christine Haberlander, Pia-Alexandra Brendli (Abteilungsleiterin Finanz- und Rechnungswesen/Controlling), Sonja Sachsenhofer (Abteilungsleiterin Personalmanagement), Michael Hutterer (Landes-Feuerwehrkommandant-Stellvertreter) vom OÖ Landesfeuerwehrverband und Irene Moser (Leiterin Kompass) bei der Verleihung des OÖ Frauenförderpreises (Foto: Land OÖ/Ernst Grilnberger)

Frauen leisten Großartiges in Beruf, Familie, im Privatleben und Ehrenamt, sagt Frauen-Landesrätin und Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander (ÖVP). Viele oberösterreichische Unternehmen hätten das bereits erkannt und würden Frauen fördern sowie sich für die Gleichstellung engagieren. Um sie vor den Vorhang zu holen und andere zum Nachahmen zu motivieren, wurde in diesem Jahr erstmals der OÖ Frauenförderpreis vergeben. Dahinter stehen Kompass, Kompetenzzentrum für Karenz und Karriere im Auftrag des Frauenreferats des Landes OÖ sowie die Wirtschaftskammer OÖ. Bei der ersten Ausgabe des Preises wurden 58 Projekte eingereicht. „Das große Interesse und die Anzahl der Einreichungen zeigen, wie groß das Engagement bei Frauenförderung in Oberösterreich ist. Ich gratuliere den Gewinnerinnen sehr herzlich und danke ihnen für ihren Mut, für ihr Engagement und ihre Vorbildwirkung. Gleichzeitig appelliere ich an die Preisträgerinnen, weiterzumachen und unseren Unternehmen und Institutionen ein Vorbild zu sein“, hielt Haberlander bei der Preisverleihung fest.

Frauen bei den Feuerwehren und in der Technik

Insgesamt verlieh sie sechs Preise in den Kategorien „Unternehmen“ (2), „Vereine und Institutionen“, „Einzelpersonen“ und zwei Sonderpreise. Von den Einsendungen aus Linz überzeugten der OÖ Landesfeuerwehrverband (Vereine und Institutionen) sowie das Linz Center of Mechatronics GmbH (LCM, Sonderpreis). Der OÖ Landesfeuerwehrverband wurde für sein Projekt „Frauenförderung bei der oö. Feuerwehr - Vorbildfunktion Verband etablieren“ ausgezeichnet. Zu den umgesetzten Maßnahmen zählen beispielsweise flexible Arbeitszeit, Homeoffice, die Väterkarenz und auf Frauen zugeschnittene Dienstkleidung. Das Landesfeuerwehrkommando bekam eine Gleichstellungsbeauftragte. Das Projekt wurde vor fünf Jahren unter der Leitung von Sonja Sachenshofer eingeführt. Seither sind mehr Frauen in Führungspositionen und insgesamt bei den Feuerwehren des Landes tätig.

Das LCM, das einen Sonderpreis erhielt, fördert junge Frauen in der technischen Forschung und Entwicklung. Konkret können junge Frauen ab 15 Jahren, etwa AHS-Schülerinnen, ein Praktikum absolvieren und Studentinnen während ihrer Ausbildung beim LCM arbeiten. Darüber hinaus beteiligt sich das Center am Programm FiT der Johannes Kepler Universität und setzt auf familienfreundliche Bedingungen, indem zum Beispiel auch Führungskräften Teilzeitstellen ermöglicht werden. „Durch Familienfreundlichkeit in den Betrieben werden nicht nur Eltern entlastet – es profitiert die gesamte Wirtschaft. Wertvolles Know-how bleibt im Unternehmen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bauen eine engere Bindung zum Betrieb auf und auch andere Unternehmen erhalten Impulse, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu leben“, sagte Margit Angerlehner, WKOÖ Vizepräsidentin und Landesvorsitzende von „Frau in der Wirtschaft“ bei der Preisverleihung in der Landwirtschaftskammer in Linz.

10 Jahre Kompass

Dabei wurde auch das zehnjährige Bestehen von Kompass gefeiert. Das Kompetenzzentrum für Karenz und Karriere ist eine Anlaufstelle für Betriebe rund um die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, betriebliche Kinderbetreuung, den Wiedereinstieg, Partnerschaftlichkeit - Angebote für Väter, Karenz- Pflege- und Auszeitmanagement, Arbeitszeitflexibilisierung sowie Führungskultur beziehungsweise zur Sensibilisierung von Führungsrollen.


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