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LINZ. In sechs Wochen enden in Oberösterreich die Schulferien. Davon sind in Linz mehr als 11.000 Pflichtschüler betroffen. Wie der Schulstart diesmal aussehen wird, würden sie noch nicht wissen, kritisiert Bürgermeister Klaus Luger, der Planungssicherheit vom Bund fordert. Gleichzeitig informierte er am Freitag, 30. Juli, über Corona-Maßnahmen der städtischen Schulen.

  1 / 2   In sechs Wochen beginnt in Oberösterreich wieder die Schule. Wie der Beginn diesmal aussehen wird, ist noch nicht klar (Symbolbild). (Foto: Halfpoint/Shutterstock.com)

In Linz gibt es 56 Pflichtschulen (36 Volksschulen, 15 Neue Mittelschulen, zwei Polytechnische Schulen, 3 Sonderschulen), die von mehr als 11.000 Kindern und Jugendlichen besucht werden. Um auf mögliche Corona-Szenarien zu reagieren hat die Stadt, die für den Erhalt zuständig ist, im vergangenen Jahr Raumkonzepte erarbeitet. In der Dr.- Karl-Renner Schule wurde etwa der Gymnastiksaal zum Speisesaal umfunktioniert, in der Dorfhalleschule im Franckviertel wurden sowohl der Turnsaal als auch der Gymnastikraum zum Essen genutzt. Der Musikunterricht wurde in das angrenzende Volkshaus verlegt, selbiges gilt für die Morgenaufsicht und die Lehrerkonferenz. Häufig kam der Turnsaal für den Unterricht zum Einsatz. „Dadurch wollten wir sicherstellen, dass beispielsweise bei notwendigen Klassenteilungen oder für die Schulausspeisung unter Einhaltung der Abstandsregeln ausreichend Raum zur Verfügung steht“, sagte Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ). In manchen Fällen habe Aufsichtspersonal gefehlt, um ein entsprechendes Raumkonzept umzusetzen. Weitere Maßnahmen des vergangenen Schuljahres waren unter anderem regelmäßige Flächendesinfektionen von Reinigungsfirmen, Einlasskontrollen und Bodenmarkierungen, die auf das Einhalten der Abstandsregeln hinweisen.

Evaluierung, Luftfilter

Um auch für den kommenden Schulstart gerüstet zu sein, hat Luger das Liegenschaftsressort beauftragt, das bestehende Raumkonzept zu evaluieren. Darüber hinaus habe das Ressort bereits im Vorjahr Angebote für Luftfilter der Güteklasse I Medizinprodukt (93/42 EWG) eingeholt. Allerdings sei der Preis hoch. „Diese Geräte kosten zwischen knapp 2.600 Euro und – im Premiumbereich – rund 5.300 Euro. An den aktuell 56 Schulstandorten gab es im Vorjahr 581 fünfte Klassen. Somit hätten wir zwischen eineinhalb und mehr als drei Millionen Euro zu stemmen, um alle Klassen mit entsprechenden Luftfiltern auszustatten – Das geht sich beim besten Willen nicht mehr aus, wenn man uns mit dieser Herausforderung alleine lässt“, führte Luger aus. Für Luftfilter brauche es daher finanzielle Unterstützung vom Bund.

Verunsicherung bei Eltern und Schülern

Insgesamt sei eine „Schulstart-Garantie“ nötig, um „einen holprigen Schulstart wie im Herbst 2020 und ein weiteres durchwachsenes Schuljahr zu verhindern“. Laut Luger schließe Schulpflicht den Unterricht vor Ort ein. Derzeit würden Eltern, Schüler und Pädagogen darüber diskutieren, ob im Herbst ein gewohnter Schulstart möglich sei, gar ein weiterer Lockdown folgen würde und wie es mit Impfungen und Tests an den Schulen weitergehe. „Aus dem österreichischen Gesundheitsministerium bekommen wir nicht einmal nachvollziehbare Daten oder gar Szenarien, auf die wir uns vorbereiten könnten. Ich fordere daher den Bildungs- und den Gesundheitsminister auf, eine Schulstart-Garantie abzugeben. Es ist noch genügend Zeit, dies entsprechend vorzubereiten. Wo Länder und Gemeinden im Rahmen ihrer Zuständigkeit helfen können, machen sie das sicher gerne – so wie wir bislang schon gemeinsam die Krise gemeistert haben“, schließt Luger. Schulpsychologen und Schulsozialarbeiter würden Versäumnisse in diesem Jahr sehen, die sich kein weiteres Mal wiederholen dürften.


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