Luger kritisiert Demo: "Es hat auch die schweigende Mehrheit ein Recht darauf den öffentlichen Raum zu nützen und nach Hause zu kommen"
LINZ. Auch am Mittwoch, 15. Dezember wird in Linz wieder gegen die Corona-Impfpflicht demonstriert. Kritik übt Bürgermeister Luger an der Routenauswahl und der Versprechung „Heute legen wir die ganze Stadt lahm“.

Zwischen 12 und 18 Uhr ist laut Angaben der Polizei ein Corona-Demozug angekündigt, der unter anderem gleich mehrmals Nadelöhre wie die Nibelungenbrücke und den Römerbergtunnel blockieren wird. Die Schlusskundgebung soll beim Landesdienstleistungszentrum am Hauptbahnhof erfolgen. Kritik übt der Linzer Bürgermeister Klaus Luger: „Ich möchte meiner Befremdung Ausdruck geben, wie für die Kundgebung mobilisiert wird. Hier wird ganz dezidiert geworben mit 'Heute legen wir die Stadt lahm'.“ Die Routenauswahl sei mit dem Bewusstsein erfolgt, dass jeder Beipass gesperrt und der Schienenersatzverkehr damit lahmgelegt werde. „Hier wird ganz bewusst alles getan, dass heute Nachmittag die Mobilität in unserer Stadt kollabieren wird“, so das Stadtoberhaupt, das jedoch auch betont wie wichtig es ist die Freiheit zu demonstriere zu schützen.
Andere Route gefordert
„Sie haben das Recht zu demonstrieren!“, so Luger. „Es hat auch die schweigende Mehrheit ein Recht darauf den öffentlichen Raum zu nützen, nach Hause zu kommen, einkaufen zu gehen. Es wird wieder dazu kommen, dass Rettungswägen nicht durchkommen, dass Schüler nicht nach Hause kommen.“ Er habe kein Verständnis dafür, dass sie die ganze Stadt lahmgelegt werde.
„Es muss anders organisiert werden.“ Für die Behörden sei es selbstverständlich äußerst schwierig eine andere Route festzulegen. Diese muss eine Abwägung der Verhältnismäßigkeit vornehmen. „Hier gilt es Entscheidungen zu treffen“, betont Luger.


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