"Covid betrifft uns alle und wir alle müssen Verantwortung übernehmen"
OÖ. Hart ins Gericht mit radikalen Anti-Corona-Demonstranten und rechten Hetzern geht Michael Schodermayr als Vorsitzender der Volkshilfe Oberösterreich. Und er bezeichnet den Eindruck beim Blick auf die Straße, dass die Impfgegner die Debatte um die Corona-Maßnahmen beherrschen, als „völlig falsch.“

„So laut sie auch sein mögen, sie sind nicht ‚das Volk’ oder die Mehrheit. Sie sind und bleiben die Minderheit“, erklärt Michael Schodermayr und untermauert diese Aussage mit Zahlen: Während am 4. Dezember 2021 geschätzte 42.000 Impfgegner in Wien demonstrierten, erhielten am gleichen Tag fast doppelt so viele Bürger - exakt 79.559 - eine Corona-Schutzimpfung. Und 6.427.266 Menschen, das sind 71,95 Prozent der impfbaren Bevölkerung Österreichs, haben laut Sozialministerium mit Stand 8. Dezember 2021 ein aktives Impfzertifikat besessen.
„Die Mehrheit stellen also wir geimpften Menschen im Land. Und wir dürfen nicht mehr still sein, nicht mehr schweigen“, erklärt Schodermayr und will als Vorsitzender einer Sozialorganisation auf „Dialog statt Spaltung“ setzen. „Wir werden niemanden pauschal abstempeln und haben Verständnis für Bürgerinnen und Bürger, die zweifeln oder skeptisch sind“, so Schodermayr. Ihre Ängste gelte es ernst zu nehmen, mit ihnen müsse in den Dialog getreten werden.
Kein Verständnis für rechte Hetzer
„Aber wir haben kein Verständnis für radikale Demonstranten und rechte Hetzer, die Menschen attackieren und die emotionale Impflicht-Debatte missbrauchen, um die Gesellschaft zu spalten. Hier müssen wir als demokratische Zivilgesellschaft Paroli bieten, gegensteuern und sagen: Jetzt ist Schluss, hier gibt es eine Grenze!“ erklärt der Vorsitzende der Volkshilfe Oberösterreich und erinnert daran, „dass jeder Einzelne die Verantwortung hat, sich von militanten und gewaltbereiten Gruppen fernzuhalten, denen es nur um politische Stimmungsmache geht.“
Für Michael Schodermayr steht außer Zweifel, dass der Kampf gegen das Virus nur gemeinsam gewonnen werden kann. „Covid betrifft uns alle und wir alle müssen Verantwortung übernehmen. Nicht nur für unsere individuelle Gesundheit, sondern auch für ein gelingendes Zusammenleben innerhalb unserer Gemeinschaft“, so der Steyrer Sozial-Stadtrat und Allgemeinmediziner, für den eine hohe Durchimpfungsrate ein wesentlicher Weg aus der Pandemie und zurück in eine Normalität ohne Einschränkungen ist. „Und ich bin ebenso davon überzeugt, dass viele Impfskeptiker mit wertschätzender Kommunikation noch erreicht werden können“, so der Vorsitzende der Volkshilfe Oberösterreich abschließend.


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