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OÖ. Bislang 41 geflüchtete Kinder aus der Ukraine (Stand Mittwoch) gehen in Oberösterreich zur Schule. Auch wenn Prognosen schwer möglich sind, „das wird natürlich entsprechend rasant steigen“, so Gottfried Hirz von der Bildungsdirektion OÖ im Tips-Gespräch. Er ist Leiter eines Projektteams, das sich um die Vorbereitungen der Einschulung der Kinder aus der Ukraine kümmert.

Symbolfoto (Foto: Volker Weihbold)
Symbolfoto (Foto: Volker Weihbold)

Aus der Ukraine geflüchtete schulpflichtige Kinder und Jugendliche werden an den jeweiligen Orten, wo sie untergebracht sind, an den Schulen gemeldet. Die Direktion übernimmt die Einschreibung, organisiert Schülerfreifahrt, Schulbücher. Gemeldet wird auch an die jeweilige Bildungsregion in OÖ, „dort wird koordiniert, weil es in bestimmten Gemeinden wesentlich mehr Kinder geben wird“, nennt Gottfried Hirz etwa Seewalchen mit dem JRK-Haus Litzlberg oder St. Georgen im Attergau, wo aktuell 70 Waisenkinder aus der Ukraine untergebracht sind.

„Ein Stück Normalität bieten“

Die Kinder werden altersgemäß eingestuft, „sie bekommen natürlich entsprechend Deutschförderkurse angeboten – was auch bedeutet, dass wir hohen Personalaufwand haben werden.“ Trotz der aktuell „extrem angespannten“ Situation beim Lehrpersonal aufgrund vieler Quarantänefälle „merken wir, dass die Stimmung in dieser Sache eine sehr gute ist. Der Wille ist da, den Kindern zu helfen. Die Schule soll ein Stück Normalität bieten, gerade für jene, die aus ihrem geregelten Leben herausgerissen worden sind. Es geht auch darum, dass Schule ein Stück Sicherheit bietet“, so Hirz.

Man werde zudem aus der Ukraine geflüchteten Menschen mit pädagogischer Erfahrung und Deutsch- oder Englischkenntnissen um Unterstützung bitten und versuchen, sie für den Unterricht zu gewinnen.

Schulpsychologie eingebunden

Wichtig ist Hirz, dass auch die Schulpsychologie eingebunden wird. „In jeder Bildungsregion gibt es eigene Schulpsychologen, die sich um die Kinder kümmern werden, die teils auch traumatische Erlebnisse hatten.“ Aber auch ein Coaching für Lehrer sei notwendig und werde angeboten.


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