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Support Ukraine Now Upper Austria: "Wir hoffen, dass wir weiterhin unterstützt werden"

Nicole Dirnberger, 06.04.2022 15:34

LINZ. „Die Hilfsbereitschaft ist ganz toll in Linz und generell in Oberösterreich“, sagt Thomas Brunner vom Verein Support Ukraine Now Upper Austria. Er ergänzt: „Wir hoffen, dass wir weiterhin unterstützt werden“. Seit mittlerweile fünf Wochen, geben ein Pool von rund 250 Freiwilligen beim ehemaligen Betten Reiter auf der Landstraße in Linz ihr Bestes, um den Flüchtlingen aus der Ukraine zu unterstützen und den Ukrainern vor Ort Hilfsgüter zu schicken. 

Im Bild v.l.: Lorenz Potocnik, Anna Klymenko, Thomas Brunner, Olga Lackner, Hans Peter Guggenberger vom Verein Support Ukraine Now Upper Austria. Foto: Tips/Nicole Dirnberger

Rund 100 Tonnen Hilfsgüter wurden bereits vom Verein Support Ukraine Now Upper Austria in die Ukraine geschickt, oder selbst hingebracht. Alleine heute, 6. April, wird ein 23-Tonnen-Lkw beladen, der sich noch am selben Tag auf den Weg an die ukrainische Grenze macht. 

Rund 400 Flüchtlinge täglich

Bis zu 400 Flüchtlinge täglich suchen die zentrale Sammelstelle von Support Ukraine Now Upper Austria in der Landstraße auf. Hier bekommen sie vollkommen unbürokratisch und gratis Nahrungsmittel, Hygieneartikel, Kleidung, Bettzeug und Schuhe. Wer glaubt, dass man, sobald die Pforten geöffnet werden, auf traurige Gesichter trifft, der irrt. Thomas Brunner begrüßt die Flüchtlinge täglich um 10 Uhr. Erklärt ihnen ein paar Regeln und macht Witze. Das kommt an - die Menschen lachen und sind gut drauf. 

Quartiere in Linz gesucht

Was anfangs nur eine Sammelstelle für Hilfsgüter gedacht war, ist mittlerweile auch eine Wohnungsbörse geworden. Support Ukraine Now Upper Austria hilft den Flüchtlingen eine Unterkunft zu bekommen. Auch in Bezug auf die Quartiere ist die Hilfsbereitschaft der Linzer groß: „Die Leute sind bemüht den Flüchtlingen ein Dach über den Kopf zu bieten“, sagt Olga Lackner. „Es sind mittlerweile 300 Personen, die wir unterkriegen konnten“, erzählt sie. Besonders im Zentralraum Linz werden Unterkünfte gesucht und gebraucht, „weil sie alle in den Arbeitsmarkt wollen“, so Lackner. Angebote können einfach an sleep@sunua.at geschickt werden.

„Am Anfang war es schlimm“

„Ich bewundere es jeden Tag, wie groß die Hilfsbereitschaft ist“, sagt auch Anna Klymenko, Mitinitiatorin des Vereins, über die Hilfsbereitschaft in Linz. Klymenko war bei Hilfstransporten dabei und erzählt von der Situation an der Grenze: „Am Anfang war es schlimm, mittlerweile ist es besser geworden“ und ergänzt: „Sie haben nicht gewusst, wo sie hingehen sollen“ - auch nachts. Meist sind es Frauen mit ihren Kindern. Mittlerweile wurden Busse organisiert, um die Flüchtlinge direkt von der Grenze in ein Flüchtlingslager zu bringen. 

Flüchtlingskoordinationsteam wäre hilfreich

Die Koordination und Zusammenarbeit unter den Privatinitiativen läuft super, berichtet das Team von Support Ukraine Now Upper Austria. Brunner würde sich jedoch ein Flüchtlingskoordinationsteam seitens des Landes wünschen, um die Initiativen noch besser zu vernetzen. „Eine Jobbörse wird die nächste große Herausforderung“, sagt er. Denn die Flüchtlinge wollen arbeiten, sie wollen nicht einfach Zeit verstreichen lassen und abwarten. 

Was im Zentrallager derzeit gebraucht wird

Auch nach fünf Wochen soll die Spendenbereitschaft nicht abreißen. Derzeit sind vor allem: Hygieneartikel, haltbare Lebensmittel, Frauen- und Kinderkleidung, Taschen/Koffer/Rücksäcke, Wasserkocher, Föhn und kleine Leselampen gefragt. 


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