Neues Straußenanlage im Linzer Zoo mit Besucherterrasse
LINZ. Im Linzer Zoo wurde bei den Straußen umgebaut. Die neuen Bewohner sind bereits angekommen: zwei junge Straußenhennen und ein Hahn erkunden derzeit ihr neu angelegtes Zuhause.

Seit Juli 2022 liefen die Umbauarbeiten im Linzer Zoo. Im Straußengehege wurden die Außenanlagen erweitert, begrünt und neu strukturiert, das vorhandene Haus wurde zu einer lichtdurchfluteten, funktionellen Innenanlage umgestaltet. Besucher können die Anlage mit den drei jungen Straußen ab sofort über eine neu gebaute Terrasse einsehen. Diese bietet einen Überblick über die neu adaptierte Wiese, das Straußenhaus und die weitläufige Anlage.
Rückzugsort für die Laufvögel
„Wir freuen uns sehr, unseren Besuchern jetzt wieder die Lebensweise dieser faszinierenden Laufvögel näher bringen zu können!“, sagt der Präsident des Linzer Zoos, Ralf Gaffga. „Nach dem Umbau bieten wir Mensch und Tier eine abwechslungsreiche Landschaft, denn die Strauße können frei wählen, ob sie sich im Haus, auf einer schattigen Wiese oder dem sandigen Areal der Anlage aufhalten möchten. Brauchen die Tiere mehr Ruhe, könne sie sich hinter eine Bambushecke zurückziehen“ so Gaffga über die Struktur der neuen Anlage.
Afrikanischer Strauß: deutlicher Rückgang der Bestandszahlen
Der Strauß ist die größte heute lebende Vogelart. Die allgemeinen Bestände des afrikanischen Straußes würden zwar im Moment nicht als gefährdet gelten, jedoch sei ein deutlicher Rückgang der Zahlen zu verzeichnen, sagt die Geschäfts- und zoologische Leiterin des Linzer Zoos Sabina Moser. „Einerseits liegt dies an der Bejagung durch den Menschen, andererseits an der Zerstörung des Lebensraumes und den dadurch immer kleiner werdenden bewohnbaren Gebieten. Der arabische Strauß wurde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bereits vollständig ausgerottet, und für den Nordafrikanischen Strauß sieht die Zukunft ebenfalls alles andere als gut aus: Fand man die Tiere früher noch von Marokko bis Ägypten, gibt es mittlerweile nur noch geringe Bestände im Süden der Sahara“, sagt Moser.


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