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LINZ. Das Alter hält für jeden die eine oder andere Herausforderung bereit. Mit einem Gruppentreffen für Senioren stellt Peter Leutgeb, Psychotherapeut in Ausbildung unter Supervision, einen Begegnungsraum zur Verfügung, in dem Gleichgesinnte miteinander ins Gespräch kommen.

  1 / 2   Aufbauende Gespräche unter Gleichgesinnten machen so manchen Zweifel zunichte. (Foto: Photographee.eu/stock.adobe.com)

Der Linzer durfte sich an hochbetagten Großeltern erfreuen und immer noch an einem Großvater mit fast 99 Jahren, doch Leutgeb weiß auch: „Mir ist in den Gesprächen mit älteren Menschen aufgefallen, dass die Themen Ähnlichkeiten aufweisen. Einsamkeit, ein unbefriedigender Kontakt zu Familienangehörigen oder unbefriedigende soziale Kontakte, gesundheitliche Gebrechen, Sorgen über den Ehepartner und ähnliches.“ Oftmals werde auch eine Lebensbilanz gezogen, bei der im Rückblick ein wehmütiges Gefühl übrig bleibt. „Es kommt Enttäuschung auf, das Gefühl, nichts im Leben geschafft zu haben oder nicht das Richtige getan zu haben“, so Leutgeb.

Sich gegenseitig stärken

Dabei trage jeder Einzelne so viel Potenzial in sich, „dieses Maß an Weisheit aus Lebenserfahrung, das erst im Alter verfügbar wird“. Um das aufzuzeigen, hat er ein Gruppentreffen für Senioren ins Leben gerufen.

Alle zwei Wochen kommen aktuell vier Personen zwischen 70 und 83 Jahren in Linz zusammen, um – begleitet von Peter Leutgeb – in lockeren Gesprächen ihre Erfahrungen zu teilen, sich gegenseitig zu unterstützen. „Das ist das Besondere an einer Gruppe mit Gleichgesinnten. Es entwickelt sich eine ganz eigene Dynamik. Wenn der eine zweifelt, schwächen die anderen seine Zweifel ab und sagen, dass doch eh alles in Ordnung ist“, erzählt Leutgeb.

Für ihn selbst ist es immer wieder auch schön mitanzuhören, wenn in der Gruppe etwa über Lektionen gesprochen wird, die man in seinem Leben gemacht hat, Weisheiten, die man gemacht hat. „Und wer mal nicht reden will, hört einfach zu“, so Leutgeb.

Die gegenseitige Stärkung ist die Idee des Gruppentreffens, wenn Freundschaften dabei entstehen, noch besser.

Ein Tipp für Angehörige

Aus Erfahrung weiß der Linzer: „Manchmal schaffen es ältere Menschen nicht, selbst den ersten Kontakt herzustellen, da sie ihre Situation bescheiden annehmen, wie sie ist, bzw. aus Scham oder Schüchternheit. Es braucht dann den Hinweis von Angehörigen, ,Schau da gibt's eine Gruppe, das wär' doch was für dich‘.“

Zielgruppe sind Personen ab 65 Jahren.

Weitere Infos und Anmeldung: 0676 3712072, post@psychotherapie-leutgeb.at


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