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Eltern umgingen Verordnung durch "Schlupflöcher": Erstes Fazit der "Schulstraße" an der VS 45 am Spallerhof

Marlis Schlatte, 08.01.2024 10:03

LINZ. Heute startete die VS 45 im Stadtteil Spallerhof erstmals mit der neuen Verordnung der „Schulstraße“ in den ersten Schultag nach den Weihnachtsferien. Damit wird täglich vor Schulbeginn von 7.15 Uhr bis 7.45 Uhr ein Fahrverbot für Kraftfahrzeuge im Bereich der Volksschule ausgesprochen (Tips berichtete). Wie der erste Tag mit dieser Verordnung verlaufen ist, erzählt Direktorin Karin Auzinger im Gespräch mit Tips.

Heute wurden die Straßen rund um die Volksschule 45 zum ersten mal für eine halbe Stunde am Morgen gesperrt. (Foto: AnnaReinert/stock.adobe.com)

Seit heute, 8. Jänner, gilt die Verordnung „Schulstraße“ nun für den Hausleitnerweg an der Volksschule 45 im Stadtteil Spallerhof sowie für die angrenzende Streicherstraße und den Pfaffingerweg. Täglich vor Schulbeginn ab 7.15 Uhr bis 7.45 Uhr gilt hier nun ein Fahrverbot für den motorisierten Individualverkehr. Auf Höhe der Müller-Gutenbrunn-Straße 29 wurde dazu eine „Kiss & Go“-Zone eingerichtet, wo Eltern ihre Kinder mit dem Auto absetzen können. Soweit die Theorie.

„Heute hat es noch nicht so gut hingehauen, wie es sollte“, berichtet die Direktorin der Volksschule 45 Karin Auzinger nach der ersten Testrunde am Vormittag des 8. Jänners. Die Eltern wären mehrmals per Mail im Vorhinein über die neue Regelung informiert worden, auch eine entsprechende Beschilderung wurde an den gesperrten Straßen angebracht. „Die Polizei hat sich zwar heute sogar positioniert, aber manche Eltern haben sich dann mit dem Auto einen Weg über die Spaunstraße zur Schule gesucht“, so Auzinger. Andere glaubten, als Anrainer zu zählen und berechtigt zu sein, das Kind vor der Schule abzusetzen. In den nächsten Tagen müsse man also evaluieren, wo anfangs Polizeipräsenz benötigt wird, bis sich die neue Situation eingespielt hat, erklärt die Direktorin.

„Unglaublich, wie Eltern hier herumfahren“

Dass die Verordnung „Schulstraße“ auch nach den drei Monaten, für die das Projekt als Testphase derzeit bewilligt ist, bestehen bleibt, darauf hofft Karin Auzinger sehr: „Ich möchte betonen, dass das keine reine Politik-Geschichte ist. Ich arbeite selbst seit Monaten daran, auch mit den Forderungen des Elternvereins, dass die Schulstraße bei uns umgesetzt wird. Denn es ist teilweise unglaublich, wie Eltern hier zufahren und herumfahren – das stellt oft eine wirkliche Gefahr für die Kinder dar. Und die wollen wir vermeiden.“ Die Mobilitätsabteilung der Stadt habe gute Arbeit bei der Planung der Schulstraße geleistet, so Auzinger - sobald das Zufahren der „Elterntaxis“ auch über gefundene Schlupflöcher unterbunden wird, soll den Kindern dann endlich ein gefahrloser Weg zur Volksschule möglich sein.


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