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LINZ/ROSSLEITHEN. Mit ihrem StartUp „Pyrebell“ haben sich die Roßleithnerin Julia Perner und die Linzerin Nina Krammer das Ziel gesteckt, ein gesundes Proteinpulver speziell für Frauen über 30 auf den Markt zu bringen. Der Launch ist für Sommer 2024 geplant.

Nina Krammer (li.) und Julia Perner verbindet die Liebe zu Fitness und ihre Vision, Frauengesundheit mit ihrem Proteinpulver zu fördern. (Foto: Tips/Kerstin Kern)

Kennengelernt haben sich die beiden Founderinnen über ihre gemeinsame Leidenschaft für Gesundheit und Fitness in einem Fitnesstrainer-Kurs. Nina Krammer arbeitet neben ihrem Studium der Ernährungswissenschaften als Personal Trainerin und Coach. Sie ist hauptsächlich für die Produktentwicklung zuständig und setzt sich intensiv mit der Zusammensetzung des Pulvers auseinander. Julia Perner hat Gesundheitspsychologie studiert und einen schulischen wie familiären Hintergrund im Unternehmertum.

„Hätte so ein Produkt selbst gerne gehabt“

Angefangen hat die Reise zum eigenen Unternehmen mit dem Wahrnehmen einer Marktlücke: „Der Impuls war eigentlich, dass man ein Produkt auf den Markt bringt, das ich damals selbst gerne gehabt hätte“, so die 25-jährige Julia Perner. Derzeit sind die meisten Produkte am Markt auf Männer ausgerichtet. Frauen beginnen jedoch ab dem 30. Lebensjahr Muskelmasse und Knochendichte zu verlieren. Auch Folgeerkrankungen im Alter wie Osteoporose oder hormonbedingte Schwankungen treten bei Frauen häufiger auf, es macht also durchaus Sinn, ein Proteinpulver nur für Frauen zu entwickeln.

Ergänzung zu gesundem Lebensstil

Aktuell erarbeiten Perner und Krammer die Zusammensetzung des Pulvers, die sich am weiblichen Nährstoff- und Hormonhaushalt orientiert, und alle notwendigen Mikronährstoffe abdecken soll. Dabei betont Krammer: „Wir sind keine Rettung aus einem ungesunden Alltag. Gesunde Ernährung und Sport sind die Basis eines gesunden Lebens. Das heißt, unser Produkt wird auch nicht ultrahoch dosiert sein, weil es aus der Intention eines gesunden Lebensstils entsteht.“

 “Uns ist wichtig, dass man sich als Frau gehört fühlt“

Die beiden sind noch auf der Suche nach einem passenden Namen für das Proteinpulver und hoffen, diesen Sommer den Produktlaunch feiern zu können. Der Vertrieb ist über einen Onlineshop geplant. Die Vision der Gründerinnen umfasst jedoch nicht nur das Proteinpulver selbst, angedacht sind auch Community-Events, Seminare und Workshops. „Wir wollten schon immer mehr als ein Produkt machen. Wir wollen einfach einen Mehrwert schaffen, etwas Lebendiges, wo man sich abgeholt fühlt als Frau.“, so Perner.

Das Thema Frauengesundheit erfahre in den letzten Jahren zunehmend Aufmerksamkeit in der Forschung und Entwicklung. „Uns ist wichtig, dass man sich als Frau gehört fühlt“, betont Julia Perner. Mit ihrem StartUp wollen sie auch damit brechen, Protein nur mit Sport und Muskelaufbau zu assoziieren.

Teil der „Startrampe“

Die beiden sind Teil des Förderprogramms „Startrampe“ der Sparkasse Oberösterreich in der Tabakfabrik. Das Programm bietet den angehenden Unternehmern Module in Bereichen wie Finanzen und Unternehmertum an, außerdem bekommen die StartUp-Gründerinnen Mentoren. Krammer und Perner erhalten Unterstützung von Lukas Forsthuber, Bernhard Bocksrucker und Maximilian Welzenbach, die mit „afreshed“ nicht Supermarkt-konforme Lebensmittel retten. „So eine Unterstützung ist das Beste, was einem jungen Startup passieren kann. Die wissen genau, was du durchmachst, wenn du erst einmal vor einem Finanzplan stehst und du weißt nicht, wo du ansetzen sollst“, so Perner.


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