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LINZ. Handfläche nach außen öffnen - Daumen in die Handfläche legen - Finger über den Daumen schließen: Linzer Studierende der FH Oberösterreich machen auf das stille Hilfszeichen gegen Gewalt aufmerksam. 

Die FH Studierenden stellten das Projekt vor. (Foto: Stadt Linz)
Die FH Studierenden stellten das Projekt vor. (Foto: Stadt Linz)

Jede dritte Frau erlebt im Laufe ihres Lebens Gewalt und in den meisten Fällen sind Männer die Täter. Die Formen dieser Gewalt sind vielfältig: sexistische Online-Postings, Belästigungen im öffentlichen Raum oder am Arbeitsplatz, körperliche und sexualisierte Gewalt bis hin zu Femiziden.

19 Studierende des Departments Soziale Arbeit am Campus Linz der FH Oberösterreich haben ein Projekt zur Bekanntmachung des internationalen Notfallhandzeichens umgesetzt. Mit drei einfach Bewegungen kann damit unauffällig um Hilfe gebeten werden:  

1) Handfläche nach außen öffnen

2) Daumen in die Handfläche legen

3) Finger über den Daumen schließen

Die Studierenden entwickelten dazu eine mehrdimensionale Kampagne: Zeitungsberichte machten das Thema öffentlich, ein eigens produziertes Video vermittelte die Bedeutung des Handzeichens verständlich. Zudem wurden rund 400 Schulen angeschrieben, um junge Menschen frühzeitig zu sensibilisieren und Bildungsinstitutionen als Partner im Gewaltschutz einzubinden. Ergänzend führten die Studierenden eine Umfrage durch, deren Ergebnisse Einblicke in den Bekanntheitsgrad und Informationsbedarf rund um das Notfallhandzeichen liefern.

Die Informationen und Hintergründe werden online zur Verfügung gestellt: Das stille Handsignal - ein Zeichen mit großer Bedeutung.

„Die Studierenden haben nicht nur fachliche Kompetenzen angewandt, sondern auch feministische Solidarität praktisch gelebt und gezeigt, was gemeinsam erreicht werden kann. Ihr Einsatz macht deutlich: Der Kampf gegen Gewalt gegen Frauen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die Aufklärung, Sichtbarkeit und gemeinsames Handeln in allen Bereichen erfordert. Durch kreative Öffentlichkeitsarbeit, wissenschaftliche Auseinandersetzung und gesellschaftspolitisches Verantwortungsbewusstsein ist ein Projekt entstanden, das weit über den Seminarraum hinaus Wirkung zeigt“, bedankt sich FrauenstadträtinEva Schobesberger.


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