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LINZ. Mit Mistral übernimmt ein internationaler Top-Player in Sachen Künstlicher Intelligenz das Linzer Start-Up Emmi AI.

Landeshauptmann Thomas Stelzer (l.) und Universitätsprofessor und Emmi AI-Mitbegründer Johannes Brandstetter. (Foto: Land OÖ/Max Mayrhofer)

Geplant ist der Aufbau eines Labors im Bereich KI für die Industrietechnik. Damit wird Linz neben Paris, London, Amsterdam, San Francisco, Singapur und München ein offizieller Mistral-Standort. Mitarbeiter von Emmi AI sollen in die Forschungsteams von Mistral wechseln. 

Emmi AI wurde 2024 als Spin-off der Johannes-Kepler-Universität Linz gegründet und entwickelt KI-gestützte Simulationsmodelle für industrielle Anwendungen, etwa in den Bereichen Strömungsmechanik, Mehrphysik und Festkörpermechanik. Bereits 2025 konnte das Unternehmen eine Seed-Finanzierung in Höhe von 15 Millionen Euro abschließen, damals die größte Frühphasenfinanzierung eines österreichischen Startups.

„Dass ein internationaler Top-Player wie Mistral im Bereich Künstliche Intelligenz auf Know-how aus Oberösterreich setzt und hier investiert, zeigt einmal mehr: Unser Bundesland hat sich bereits zu einem starken Standort für Zukunftstechnologien entwickelt. Das ist eine Bestätigung für die hohe Qualität unserer Unternehmen, unserer Forschung und unserer Talente“, freut sich Landeshauptmann Thomas Stelzer.

„Emmi AI macht vor, wie erfolgreiche Wachstumsgeschichten aus Österreich aussehen können: wissenschaftliche Exzellenz, unternehmerischer Mut, internationale Investoren und ein klarer industrieller Anwendungsfall. Dieser Deal ist ein Ausrufezeichen für Österreichs Startup-Standort und zeigt, dass Österreich Deep-Tech kann. Und er zeigt, dass aus Forschung, Förderung und Gründergeist echte internationale Erfolgsgeschichten entstehen können“, so die für Startups zuständige Staatssekretärin Elisabeth Zehetner, die weiter betont: „Das Entscheidende ist: Hier wird nicht nur ein österreichisches Startup verkauft, hier entsteht ein neuer europäischer KI-Standort in Österreich. Wenn Know-how, Team und Wachstumsperspektive am Standort bleiben und Linz als europäischer Knotenpunkt für Industrial AI gestärkt wird, ist das ein Gewinn für den gesamten Standort“, betont Zehetner.

Übernahme bestätigt eingeschlagenen Weg

Die Übernahme bestätigt den eingeschlagenen Weg, Forschung, Ausbildung und wirtschaftliche Anwendung eng miteinander zu verbinden. „Künstliche Intelligenz ist eine Schlüsseltechnologie unserer Zeit. Oberösterreich hat früh erkannt, welche Chancen darin liegen – für Arbeitsplätze, für unsere Unternehmen und für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts. Deshalb investieren wir seit Jahren gezielt in Forschung, Ausbildung und den Transfer von Wissen in die Praxis“, betont LH Stelzer.

Oberösterreich verfügt bereits heute über eine starke KI-Landschaft: Mit der JKU, der IT:U, den Fachhochschulen – insbesondere in Hagenberg –, leistungsstarken Forschungseinrichtungen sowie innovativen Unternehmen und Start-ups bestehen beste Voraussetzungen für weitere Entwicklungen im Zukunftsfeld Künstliche Intelligenz. 

Mit der KI-Exzellenzstrategie verfolgt Oberösterreich das Ziel, Künstliche Intelligenz nicht nur in Forschung und Industrie zu stärken, sondern die Technologie breit in Wirtschaft und Gesellschaft zu verankern. „Mit unserer KI-Exzellenzstrategie verfolgen wir ein klares Ziel: Oberösterreich soll zu den führenden KI-Regionen Europas zählen. KI soll nicht nur in Forschungslabors stattfinden, sondern konkret bei den Menschen und Unternehmen ankommen – vom Industriebetrieb über den Gesundheitsbereich bis hin zur Bildung. Entwicklungen wie diese zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, erklärt LH Stelzer.


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