Gehäuftes Auftreten von Legionellen in Linz: erste mögliche Quelle identifiziert
LINZ. Im Raum Linz sind bisher 22 Fälle schwerer Lungenentzündung durch Legionellen bekannt. Fünf weitere Erkrankte kamen erst letzte Woche dazu. Sie alle wohnen in Linz oder haben sich während des möglichen Ansteckungszeitraums dort aufgehalten.

Nach Erhebungen zu den möglichen Ansteckungsorten und mehr als 100 Proben verschiedenster möglicher Infektionsquellen liegen den Behörden nun die ersten auffälligen mikrobiologischen Gutachten vor.
In den Kühltürmen eines Unternehmens an der Wiener Straße stellte die AGES eine starke Belastung mit Legionellen fest. Die Stadt Linz ordnete sofort Maßnahmen für die Anlage an. Sie sollen eine Ausbreitung der Erreger verhindern und den sicheren Betrieb gewährleisten.
Die in den Kühltürmen nachgewiesenen Legionellen können beim Menschen zu einer schwer verlaufenden Lungenentzündung, der Legionärskrankheit, führen. Ob es sich dabei aber tatsächlich um den Legionellenstamm handelt, der zu den Erkrankungen in Linz geführt hat, müssen weiterführende Untersuchungen zeigen, bei denen das Erbgut der Krankheitserreger verglichen wird.
Zum jetzigen Zeitpunkt kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass andere oder weitere Quellen für das aktuelle Infektionsgeschehen verantwortlich sind. Die Untersuchungen werden weitergeführt.








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