Vier neue Spezialfahrzeuge stärken Waldbrandbekämpfung in Oberösterreich
OÖ. Oberösterreich verstärkt seine Feuerwehr mit vier geländegängigen Tatra-Sonderfahrzeugen. Sie sollen bei Wald- und Vegetationsbränden dort helfen, wo normale Tanklöschfahrzeuge nicht mehr weiterkommen. Die Fahrzeuge werden in den kommenden Tagen übergeben und den F-KAT-Waldbrandzügen in den vier Vierteln zugeordnet.

Die Zahl der Wald- und Vegetationsbrände steigt: Heuer wurden in Oberösterreich bereits 226 Einsätze gezählt. Im Vergleichszeitraum 2025 waren es 129. Lange Trockenphasen und hohe Temperaturen erhöhen die Gefahr, dass sich Feuer auf Wiesen, Feldern und in Wäldern rasch ausbreiten.
Das Land baut daher die überörtliche Waldbrandhilfe aus. In den kommenden Tagen werden vier geländegängige Tatra-Fahrzeuge an die F-KAT-Waldbrandzüge übergeben. Je ein Fahrzeug ist für ein Viertel Oberösterreichs vorgesehen. Stationiert werden sie sein bei der FF Eggelsberg (Bezirk Braunau), der FF Schlägl (Bezirk Rohrbach), der FF Oberdambach (Bezirk Steyr-Land) und der Kemating (Bezirk Vöcklabruck).
Die Kosten je Fahrzeug belaufen sich auf rund 778.000 Euro.
Geländegängige Unterstützung für die örtlichen Feuerwehren
Die örtlichen Feuerwehren bleiben bei Wald- und Flurbränden die erste Anlaufstelle. Sie kennen die Gegebenheiten vor Ort und sind meist rasch einsatzbereit. Die spezialisierten F-KAT-Züge werden bei größeren oder besonders anspruchsvollen Einsätzen zusätzlich alarmiert.
Die Tatra-Fahrzeuge sind umgebaute Tanklöschfahrzeuge für unwegsames Gelände. Sie transportieren Löschwasser, Pumpen und Ausrüstung auch in Gebiete, die für Standardfahrzeuge schwer oder nicht erreichbar sind. Das betrifft etwa steile Waldflächen, abgelegene Wiesen oder Gebirgsregionen. Die Fahrzeuge sollen aber auch bei anderen Katastrophen helfen. Nach Murenabgängen oder schweren Unwettern, wenn Straßen und Zufahrten beschädigt sind.
Jeder der vier F-KAT-Züge Waldbrand soll künftig aus einem Tatra-Sonderfahrzeug, einem Pickup mit Waldbrandausrüstung und einem geländegängigen ATV bestehen. Auch Tanklöschfahrzeuge und Kleinlöschfahrzeuge der örtlichen Feuerwehren erhielten zusätzliche Ausrüstung für Vegetationsbrände.
Landeshauptmann Thomas Stelzer: „Die aktuelle Lage mit anhaltender Trockenheit und bereits über 200 Wald- und Flurbränden in nur zehn Wochen zeigt, wie lebenswichtig eine moderne und auf die neuen Herausforderungen abgestimmte Ausrüstung unserer Feuerwehren ist. Gerade bei Waldbränden in schwierigem Gelände zählt jede Minute. Mit den vier neuen Spezialfahrzeugen sorgen wir dafür, dass unsere Einsatzkräfte auch dort rasch und sicher helfen können, wo herkömmliche Fahrzeuge an ihre Grenzen stoßen.“
Feuerwehrlandesrätin Michaela Langer-Weninger: „Lange niederschlagsarme Phasen und hohe Temperaturen erhöhen die Gefahr, dass sich Brände auf Wiesen, Feldern und in Waldgebieten rasch ausbreiten. Die Bekämpfung solcher Brände stellt unsere Feuerwehren vor besondere Herausforderungen und erfordert neben entsprechender Ausbildung vor allem Spezialausrüstung und geländegängige Fahrzeuge. Mit neuen Sonderfahrzeugen stärken wir als Land Oberösterreich gezielt die Einsatzmöglichkeiten der Feuerwehren bei der Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung.“
Landesfeuerwehrkommandant-Stv. Michael Hutterer: „Die Auslieferung der vier Fahrzeuge in Oberösterreich zeigt, dass die Planungen der vergangenen Jahre richtig und vorausschauend waren. Mit den neuen Fahrzeugen stärken wir gezielt die Möglichkeiten unserer Feuerwehren, auch unter schwierigen Geländebedingungen rasch und wirkungsvoll Hilfe leisten zu können.“








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