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Online Redaktion, 04.09.2026 17:17

LINZ/LINZ-LAND. Wie Land OÖ, BH Linz-Land, Magistrat Linz und AGES am Freitagnachmittag mitteilen, sind nun seit mehr als einer Woche keine weiteren Legionellenfälle aufgetreten bzw. gemeldet worden. 

Bislang wurden über 200 Wasserproben genommen, der Großteil befundet (Symbolfoto). (Foto: Prrrettty/stock.adobe.com)

Seit Beginn der Häufung von schweren Lungenentzündungen durch Legionellen im Raum Linz sind bisher insgesamt 32 Personen erkrankt, drei Personen davon sind verstorben. 

„Seit mehr als einer Woche ist kein weiterer Legionellenfall in Linz aufgetreten. Insgesamt verdichten sich die Hinweise, dass es einen Zusammenhang der im Linzer Stadtgebiet aufgetretenen Fallhäufung und den Kühlanlagen eines Unternehmens gibt“, wird mitgeteilt. 

Darauf würden nicht nur die räumliche und zeitliche Verteilung der Fälle und vorläufige Analysen der Luftströmungsverhältnisse hinweisen. „Die Sequenzierungsergebnisse eines Legionellenisolats aus einem Kühlturm eines Unternehmens in der Wienerstraße stimmt mit einem Patientenisolat überein.“

Auch lesen: Gehäuftes Auftreten von Legionellen in Linz: Linz AG Kühlanlage auf Trockenbetrieb umgestellt

Linz AG in Kenntnis gesetzt

Wie die Linz AG ebenfalls Freitagnachmittag mitteilt, wurde sie Freitagnachmittag von den Behörden erstmals davon in Kenntnis gesetzt, dass es einen einzelnen übereinstimmenden Zusammenhang zwischen den Erregern, die in der Kühlturmanlage der Linz Strom Gas Wärme GmbH gefunden wurden und der Erkrankung einer Person gibt. „Darüber herrscht im Unternehmen großes Bedauern.“ Gleichzeitig werde mit Erleichterung vernommen, dass die betroffene Person inzwischen wieder genesen ist.

„Weiterhin ist noch vieles ungewiss, vor allem, woher die anderen Erkrankungen kommen, da es derzeit keinen Nachweis für den Zusammenhang zwischen der Linz AG-Anlage und den weiteren Erkrankungsfällen gibt. „Die Linz AG unterstützt die laufenden Untersuchungen wie bisher nach Kräften“, versichert das Unternehmen. 

Ursachenforschung läuft weiter

Auch die mögliche Ursache für das unerwartete Auftreten der Legionellen in der Anlage werde weiterhin intensiv untersucht. „Die betroffene Anlage ist auf neuestem Stand der Technik, wird laufend überwacht und sämtliche behördlich vorgeschriebenen Überprüfungen wurden ordnungsgemäß durchgeführt.“

Erneut wird betont, dass die Trinkwasserversorgung nicht betroffen ist und zu keinem Zeitpunkt betroffen war.

Behördliche Abklärung von Fälle außerhalb von Linz

Laut Land OÖ, BH Linz-Land, Magistrat Linz und AGES werden weitere gemeldete Fälle bei Personen, die außerhalb von Linz wohnen, derzeit behördlich abgeklärt. Es soll festgestellt werden, ob ein Zusammenhang mit der Fallhäufung in Linz besteht. 

Bislang wurden über 200 Wasserproben aus Haushalten, Arbeitsstätten, Beherbergungsbetrieben und Kühlanlagen gesammelt, der Großteil wurde bereits durch das Referenzlabor der AGES befundet.


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