Über den Tellerrand Linz feiert Jubiläum
LINZ. Was vor zehn Jahren mit gemeinsamen Kochabenden begann, ist heute ein fixer Treffpunkt im Franckviertel: Über den Tellerrand Linz feiert von 17. bis 19. September sein Jubiläum in der Sternküche.

Menschen zusammenbringen, die sich sonst womöglich nie begegnet wären – mit diesem Ansatz startete die Initiative vor einem Jahrzehnt. Beim Kochen, Essen und Reden entstehen Kontakte, Beziehungen und mitunter Freundschaften. Herkunft oder Aufenthaltsstatus stehen dabei nicht im Vordergrund, sondern das gemeinsame Tun.
Aus den ersten Veranstaltungen entwickelte sich eine vielfältige Community. Neben Kochformaten gibt es inzwischen Sprachcafés, gemeinsame Mittagstische, Bildungs- und Familienangebote sowie soziales Catering. Viele frühere Teilnehmer gestalten das Angebot heute selbst aktiv mit.
Fixer Ort im Franckviertel
Mit der Sternküche hat die Community einen festen Ort bekommen. Der Raum ist Küche, Lernort, Veranstaltungsfläche und Nachbarschaftstreffpunkt zugleich. Hier wird gekocht, Deutsch gelernt, gefeiert und an neuen Projekten gearbeitet.
Künftig soll die Sternküche noch stärker im Stadtteil verankert werden. Geplant sind unter anderem das Sterncafé als unkomplizierter Treffpunkt sowie eine Gastro Akademie. Diese soll Deutsch- und Basisbildung mit praktischer Erfahrung in der Gastronomie verbinden.
Ein Großteil der bisherigen Arbeit wird durch Einnahmen aus dem eigenen Catering finanziert. Diese Eigenständigkeit soll erhalten bleiben. Für den Ausbau der neuen Projekte seien allerdings langfristig verlässliche Finanzierungsstrukturen nötig.
Drei Tage Programm
Unter dem Motto „10 Jahre Menschen verbinden. 10 Geschichten. Unzählige Begegnungen.“ feiert Über den Tellerrand Linz von 17. bis 19. September sein Jubiläum in der Sternküche.
Das Programm verbindet Rückblick und Zukunft: mit gemeinsamem Essen, Begegnungen, einer Fotoausstellung mit Menschen und Geschichten aus zehn Jahren, Familienangeboten, Musik und Gesprächen.
Ein Höhepunkt ist am Donnerstag, 17. September, das Wohnzimmergespräch mit Rudi Anschober, einem Wegbegleiter der ersten Stunde. Er spricht über gesellschaftlichen Zusammenhalt, Zuversicht und die Frage, was Menschen in herausfordernden Zeiten miteinander verbindet.
Das Jubiläum ist damit nicht nur ein Rückblick. Es ist auch eine Einladung, darüber nachzudenken, welche Orte eine vielfältige Stadt braucht, damit aus einem Nebeneinander ein Miteinander werden kann.








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