Letzte Bauphase im Brucknerhaus Linz abgeschlossen
LINZ. Pünktlich zum Brucknerfest, das am 13. September startet, ist auch die letzte der vier Bauphasen im Brucknerhaus Linz abgeschlossen.

In den vergangenen Jahren wurde das Brucknerhaus schrittweise barrierefrei adaptiert. Mit der Neugestaltung des Künstlereingangs wurde die letzte Bauphase nun im Sommer abgeschlossen.
Die Gestaltung des neuen Eingangs nimmt bewusst Bezug auf die ursprüngliche Architektur von Kaija und Heikki Sirén aus dem Jahr 1974. Dunkle Eiche, der charakteristische orangefarbene Boden, Sichtbeton und Bronze schaffen eine Verbindung zwischen dem historischen Bestand und zeitgemäßer Gestaltung. Glaswände sorgen zusätzlich für offene, helle Räume.
„Die unterschiedlichen Zeitschichten verbinden sich zu einer selbstverständlichen Integration in das Brucknerhaus. Damit führen wir die ursprüngliche Identität zeitgemäß weiter“, erklärt Marek Gut vom studio MARCH GUT.
Auch das unmittelbare Umfeld des Konzerthauses wurde aufgewertet: Der sanierungsbedürftige Vorplatz erhielt eine neue Asphaltierung und Markierung. Die beiden Verkehrsinseln wurden instandgesetzt, der Bereich beim Vordach neu bepflanzt.
Photovoltaik-Anlage ergänzt Sanierung
Ein nachhaltiger Baustein ist die neue Photovoltaikanlage auf dem Dach des Brucknerhauses. Die als Überschusseinspeisung errichtete Anlage verfügt über eine Leistung von rund 210 Kilowatt-Peak und soll spätestens Ende September in Betrieb gehen. Pro Jahr werden rund 190.700 Kilowattstunden Solarstrom erwartet. Dadurch können jährlich etwa 29 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.
„Das Brucknerhaus zählt zu den schönsten Konzerthäusern der Welt. Seine Architektur ist von einzigartiger Zeitlosigkeit. Ein Haus ist aber nur dann ein bedeutendes Haus, wenn es von Menschen genutzt, bespielt und belebt wird. Nutzung setzt Spuren und bringt Bedürfnisse mit sich, die immer wieder behutsam aktualisiert werden müssen. Der neue Künstler*inneneingang wurde ganz im ästhetischen Geiste und der offenen Atmosphäre des Hauses gestaltet und heißt die Menschen willkommen“ sagt Norbert Trawöger, Künstlerischer Direktor des Brucknerhauses und der LIVA.
“Das Brucknerhaus ist eines der bedeutendsten Gebäude unserer Stadt. Umso wichtiger ist es, dieses architektonische Erbe sensibel weiterzuentwickeln und gleichzeitig den heutigen Anforderungen gerecht zu werden. Mit den barrierefreien Adaptierungen, der Neugestaltung des Künstler*inneneingangs und der Aufwertung des Vorplatzes ist es gelungen, Funktionalität und Denkmalschutz sehr gut miteinander zu verbinden. Die neue Photovoltaikanlage ergänzt diese Investitionen um einen klimafreundlichen Baustein. So erhalten wir die besondere Identität des Brucknerhauses und machen es gleichzeitig fit für die Zukunft!”, erklärt Liegenschaftsreferentin Vizebürgermeisterin Merima Zukan.








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