Vom ersten Strampler zur neuen Inhaberin: Miriam Trebo übernimmt Kinderkram
LINZ. Nach 15 Jahren hat Eva Höller ihren Linzer Concept-Store Kinderkram übergeben. Weiter führt ihn mit Miriam Trebo eine Mitarbeiterin, die dort einst den ersten Strampler für ihr Baby gekauft hat.

Seit September hat das frisch renovierte Geschäft in der Volksgartenstraße wieder geöffnet. Die neue Inhaberin heißt Miriam Trebo. Sie kaufte einst den ersten Strampler für ihr Baby bei Kinderkram. Jahre später stand sie selbst als Mitarbeiterin im Laden. Im März fragte Eva Höller, die den Concept-Store 2011 gründete, ob sie sich vorstellen könne, Kinderkram weiterzuführen.
Eva Höller hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Nach 15 Jahren wollte sie aufhören, wusste aber lange nicht, wer weitermachen sollte. Dass es am Ende die eigene Mitarbeiterin wurde, macht die Übergabe für sie besonders:
„Kinderkram war 15 Jahre lang mein Herzstück. Umso schöner ist es für mich, dass der Laden weiterlebt. Mit Miriam übernimmt jemand, der Kinderkram von innen, seine Geschichte und Besonderheiten kennt und gleichzeitig den Mut hat, eigene Ideen einzubringen und neue Wege zu gehen.“
Von der Pädagogik in den Handel
Miriam Trebo ist zweifache Mutter und diplomierte Sozialpädagogin. Die vergangenen Jahre hat sie mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet, der Gedanke an ein eigenes Geschäft ist für sie aber nicht neu.
„Mehr als zwei Jahre habe ich mit dem Gedanken gespielt, ein eigenes Geschäft zu eröffnen mit genau den Dingen, die mir selbst gefallen: Kleidung, Spielzeug und Schönes fürs Kinderzimmer. Dass es ausgerechnet der Laden wird, in dem ich selbst einmal als Kundin war, hätte ich nie gedacht“, so Trebo.
Ihr beruflicher Hintergrund prägt auch, wie sie den Laden sieht: Beratung stehe im Vordergrund, nicht der schnelle Verkauf: „Viele, die zum ersten Mal mit Babybauch hereinkommen, haben unzählige Fragen und wissen gar nicht, was sie wirklich brauchen. Genau dafür nehme ich mir gerne Zeit. Diese persönliche Beratung kann kein Onlineshop ersetzen.“
Die Sanierung war ein Familienprojekt
Der August stand ganz im Zeichen der Renovierung. Es wurde gepinselt und gestrichen, neue Möbel kamen herein, Platz für Neuheiten im Sortiment wurde geschaffen. Allein gemacht hat Miriam Trebo das nicht. Familie und Freundinnen halfen tatkräftig mit. Eltern standen mit der Farbrolle im Verkaufsraum, während die Kinder im Hinterzimmer spielten. Großeltern brachten Werkzeug und Jause.
Die nächste „Baustelle“ wird der Onlineshop.
Das Sortiment bleibt
Am Konzept ändert sich im Kern nichts: Kinderkleidung aus Bio-Baumwolle, Wolle-Seide und Merinowolle in den Größen 50 bis 140, naturbelassenes Holzspielzeug, Babyausstattung, Accessoires, Kinderzimmerdekoration und Geschenke - alles vorwiegend von europäischen Herstellern mit nachvollziehbaren Produktionsbedingungen.








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