Testlabor für industrielle KI in Linz eröffnet
LINZ. Kann ein Roboter schwere Teile bewegen und selbst entscheiden, wie sie eingesetzt werden? Und können Fachkräfte ihm Aufgaben beibringen, auch ohne Robotik-Vorwissen? In der neu eröffneten AI Sandbox in der Tabakfabrik werden diese Fragen nun in der Praxis untersucht.¶

Oberösterreich will zu einer führenden Region für industrielle Künstliche Intelligenz (KI) in Europa werden. Doch von der Forschung bis zum Einsatz im Betrieb ist es oft ein weiter Weg. Genau diesen soll der im Juli gegründete Verein Hub4000 verkürzen. Dafür bündeln die WKOÖ, die Upper Austrian Research GmbH, die JKU, die I:TU und die FH OÖ ihre Kräfte. Gemeinsam wollen sie Forschung, Unternehmen und Talente enger vernetzen und KI schneller in die Betriebe bringen.
Raum zum Ausprobieren
Mit der Eröffnung der AI Sandbox beginnt die praktische Arbeit. „Sie bietet eine sichere Umgebung für das Experimentieren, Testen und Validieren innovativer KI- und Humanoide-Robotik-Anwendungen und ermöglicht damit den Projektpartnern eine Zusammenarbeit auf neutralem Raum“, erklärt Martin Bergsmann, Geschäftsführer des Hub4000.
Zur Ausstattung gehört auch ein eigens angeschaffter, industrietauglicher Roboter vom Typ Agibot G2. Die Projektflächen werden jeweils nur für die Dauer eines Projekts belegt. Danach stehen sie für neue Vorhaben zur Verfügung.
Zwei Projekte laufen bereits: Eines untersucht, ob ein menschenähnlicher Roboter schwere Teile bewegen und selbstständig über deren Verwendung entscheiden kann. Im zweiten geht es darum, wie Fachkräfte Robotern Aufgaben beibringen können – ohne Vorwissen in der Robotik.
Internationaler Treffpunkt
Weiter geht's am 19. und 20. Jänner 2027: Mit dem neuen Veranstaltungsformat „industry.ai“ bringt die WKOÖ in Linz führende Industrieunternehmen mit Partnern aus dem In- und Ausland zusammen, die Unternehmen beim Einsatz von KI begleiten.








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