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OBERÖSTERREICH. 26 tödliche Zweirad-Unfälle ereigneten sich im laufenden Kalenderjahr auf Oberösterreichs Straßen. 22 Motorrad-Fahrer und vier Mopedlenker mussten ihr Leben auf der Straße lassen. Grund in den meisten Fällen: zu hohe Geschwindigkeit. Mehr Verkehrskontrollen sollen dem entgegenwirken.

Heuer ließen 26 Biker auf Oberösterreichs Straßen ihr Leben. Foto: Weihbold
Heuer ließen 26 Biker auf Oberösterreichs Straßen ihr Leben. Foto: Weihbold

Es war ein langer und trockener Sommer. Ideal für Outdoor-Aktivisten und auch Biker. Ausschlaggebend für den statistisch auffälligen Ausreißerwert bei den Motorradunfällen dürfte dabei eine sehr hohe persönliche Risikobereitschaft einiger Motorradlenker gewesen sein. So haben 31 Prozent aller tödlichen Motorradunfälle mit überhöhter Fahrgeschwindigkeit zu tun, gefolgt von Vorrangverletzungen und Überholmanövern.

Rigorose Sanktionen bei Geschwindigkeitsüberschreitungen gefordert

„Die egoistische Nutzung der Straßen als Rennstrecke gefährdet nicht nur die eigene Sicherheit, sondern auch jene der anderen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer“, zeigt Verkehrs-Landesrat Günther Steinkellner wenig Verständnis. „ Wir werden weitere Maßnahmen in unserem Verkehrssicherheitsprogramm in Umsetzung bringen, um hier entgegenzusteuern. Dabei werden die rigorose Sanktionierung von Geschwindigkeitsüberschreitungen und verstärkte Kontrollen eine zentrale Rolle einnehmen.“

Auch der ÖAMTC warnte bereits im Sommer vor zu hohem Risiko:  „Ursachen sind riskante Überholmanöver, oft an Stellen mit unzureichenden Sichtweiten, sowie zu schnelles Fahren in Rechtskurven, wo der Motorradfahrende in Folge dessen in den Gegenverkehr gerät“, erklärt der ÖAMTC-Verkehrsexperte David Nosé. “Viele der diesjährigen tödlichen Motorradunfälle sind auf Aufmerksamkeitsdefizite der Lenker zurückzuführen. Sie schätzen Streckenverläufe falsch ein, fahren in Kurven zu schnell hinein und starten Überholmanöver, wo es sich nicht ausgeht“.

Für Gefahrensituationen rüsten mit Fahrtechnik-Training

„Notbremsungen, Ausweichmanöver und richtiges Kurvenfahren müssen regelmäßig trainiert werden, damit man in einer Gefahrensituation automatisch reagieren kann. „Wer mit dem Motorrad unterwegs ist, muss sein Gerät beherrschen, sich möglicher Risikosituationen bewusst sein und Reserven halten, damit man im Ernstfall noch reagieren kann. Gleichzeitig müssen andere Verkehrsteilnehmer vermehrt auf spezielle Gefahrensituationen mit Motorrädern sensibilisiert werden“, bekräftigt Georg Scheiblauer, Chefinstruktor Motorrad der ÖAMTC Fahrtechnik.

Insbesondere bei Kreuzungen, beim Abbiegen und Spurwechseln sollten alle zweimal schauen und sich vergewissern, dass niemand verdeckt wird. Unter www.oeamtc.at/fahrtechnik kann man sich über Motorrad-Trainings in den ÖAMTC Fahrtechnik-Zentren informieren.


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