Gefahr Hautkrebs: "Sonnenfeen on Tour" zeigen wie sich Kinder schützen können
LINZ. Mit „Sonnenfeen on Tour“, einem Kooperationsprojekt der Krebshilfe OÖ unter der Patronanz von Landesrätin Christine Haberlander wird auch heuer direkt bei den Kleinsten begonnen, um das Bewusstsein für Sonnenschutz zu erhöhen.

„Nicht fürchten, aber schützen“, rät Hautarzt und Oberarzt der Elisabethinen Helmut Kehrer. Besonder wichtig sei es, bereits in frühen Kindesjahren das Bewusstsein für die Gefahr Sonne zu erhöhen, schließlich liegt die Sterberate an Melanomen bei 60 bis 70 Fällen pro Jahr in OÖ, und 25.000 Hautkrebsfällen pro Jahr in Österreich treten auf. „Wenn man schon als Kind viele Sonnenbrände hatte, viel in der Sonne war, viele Muttermale hat und familiär vorbelastet ist, sowie eine sehr helle Haut besitzt, dann zählt man zu der Risikogruppe, und sollte besonders achtsam sein“, rät Kehrer. Generell gelte: Je höher der Sonnenschutz, desto besser. Zumindest Lichtschutzfaktor 30 sollte es bei Kindern sein. Die verschiedensten Wetter-Apps weisen zu dem auch den Grad der UV-Strahlung aus. „Beschattete Areal in den Kindergärten-Garten wären weiter von Nöten und sind bei uns bestimmt noch zu wenig ausgeprägt. Sonnenschutz sind Investitionen in die Zukunft und für allem für jeden Einzelnen“, so Kehrer.
Jährliche Kontrolle ratsam
Auch Hautarzt-Kollege Johannes Neuhofer und Vizepräsident der Ärztekammer OÖ rät zum jährlichen Facharzt-Termin beim Hautarzt. „Das Problem ist, dass die Kinderhaut noch nicht so ausgereift ist, und dünner ist, und so die Sonnenstrahlen in tiefere Schichten gelangen. Außerdem hat die Haut ein Elefantengedächtnis. Die Haut vergisst keinen einzigen Sonnenstrahl. Die Hellhäutigen, die ganz schnell einen Sonnenbrand bekommen, sind besonders gefährdet Die Mittagssonne sollte man generell meiden, es gilt: Der beste Platz an der Sonne ist im Schatten“, so Neuhofer und führt aus: „Ursache für Hautkrebs ist zu 90 Prozent die UV-Strahlung“.
Sensibilisieren und Schützen
Deshalb sei es die Aufgabe von uns Erwachsenen, die Kinder zu sensibilisieren und zu schützen. „Wenn man Hautkrebs frühzeitig erkennt, dann stehen die Chancen gut ihn zu heilen und Leben retten“, so Neuhofer. Unter der Patronanz von Bildungs- und Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander steht das Pojekt der Krebshilfe OÖ „Sonnenfeen on Tour“, mit dem schon die Kleinsten sensibilisiert werden sollen: „Vorsorge für die Kleinsten ist uns ein besonderes Anliegen. Deshalb richten wir dieses Angebot bewusst an die Kinder, um so auch die Eltern zu erreichen“, so Haberlander.
Sonnenfeen on Tour im Kindergarten
„Auf spielerische Art und Weise, mit einer Fantasiereise, einem Schatz und einem Sonnenlied sind heuer unsere Sonnenfeen, ausgebildete Kindergartenpädagogen, im 13. Jahr an Kindergärten unterwegs. Das Bewusstsein Schaffen für den Sonnenschutz und fürs Eincremen ist uns besonders wichtig, dass wir hier schon bei den Kleinsten direkt ansetzen. Mit Symbolen wie Sonnencreme, Sonnenschirm, Kapperl, Leibchen, Trinkflasche und Sonnenbrille, wollen wir die wichtigsten Punkte für den richtigen Umgang mit der Sonne ist Gedächtnis rufen“, fasst Peter Flink, Geschäftsführer der Krebshilfe OÖ zusammen.


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