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LINZ. Neurologe Dr. Christian Eggers und Notfallmediziner Dr. Fritz Firlinger von den Barmherzigen Brüdern Linz räumen mit gängigen Mythen zu den sommerlichen Wegbegleitern im Wald auf.

Zecken sind sehr robust und überleben eine 40-Grad-Wäsche. Foto: Clipdealer
Zecken sind sehr robust und überleben eine 40-Grad-Wäsche. Foto: Clipdealer

Mythos 1: Zecken fallen von Bäumen

Von den vielen Zeckenarten ist in Österreich mit 95 Prozent der „Gemeine Holzbock“ am häufigsten. Seine Heimat sind Waldboden und Gras, dort lässt er sich im Vorbeigehen abstreifen. Es empfiehlt sich nach einem Aufenthalt im Freien zudem, die Kleidung auszuziehen und den Körper abzusuchen.

Mythos 2: die Zecke zuerst mit Öl oder Klebstoff ersticken

Das würde lange dauern, da Zecken im Ruhezustand nur 1–2 Mal pro Stunde atmen, reizt die Zecke und kann dazu führen, dass sie Speichel und Krankheitserreger wie Borrelien absondert.

Mythos 3: Mich erwischt es schon nicht

Neben Tirol weist Oberösterreich die höchsten FSME-Fallzahlen auf. Die durch Zecken übertragenen FSME-Viren können eine Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute auslösen, die bleibende Schäden hinterlassen kann. Ein bis fünf Prozent der Zecken tragen die Viren in sich.

Mythos 4: Ich muss nur alle zehn Jahre zur Auffrischung

Meist werden die Betroffenen in Krankheitsfällen wieder gesund, doch in manchen Fällen endet die FSME-Krankheit tödlich. Daher rät Primar Christian Eggers zur Impfung. Menschen unter 60 sollten alle fünf Jahre, jene über 60 alle drei Jahre zur Auffrischung.

Mythos 5: Die rötliche Wunde zu kühlen reicht völlig aus

Wenn man sich infiziert hat, ist eines der ersten möglichen Symptome die sogenannte „Wanderröte“ – ein roter, größer werdender Kreis, der mittig hell ist. Jetzt ist es besonders wichtig, rasch den niedergelassenen Arzt aufzusuchen, um die Diagnose zu stellen und bei Bedarf mittels Antibiotikatherapie zu verhindern, dass diese Hautborreliose Entzündungen in den inneren Organen auslöst.


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