Über 10.000 Anträge: Reparaturbonus eine der erfolgreichsten Landesförderungen

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Karin Seyringer Karin Seyringer, Tips Redaktion, 14.12.2019 16:56 Uhr

OÖ/LINZ. Jeder kennt das: Ein Haushaltsgerät funktioniert nicht mehr, zum Wegwerfen ist es aber zu schade. Seit September 2018 läuft die Förderaktion „Reparaturbonus“ des Landes Oberösterreich. Mit Erfolg: schon über 10.000 Anträge wurden eingereicht.

„Die erst seit September 2018 laufende Förderaktion 'Reparaturbonus', hat die Schallmauer von 10.000 Förderanträgen durchbrochen und ist damit eine der erfolgreichsten Förderaktionen der Landesgeschichte“, freut sich Umweltlandesrat Rudi Anschober über die erfolgreiche Trendwende weg von der Wegwerfgesellschaft hin zur Kreislaufwirtschaft. Der „Reparaturbonus“ schont nicht nur die Geldtasche, sondern trägt auch zur Ressourcenschonung, zum Klimaschutz, zur Nachhaltigkeit, der Stärkung kleiner Reparaturbetriebe und somit zur Schaffung von Arbeitsplätzen bei.

10.007 Förderanträge wurden bisher gestellt. 84 Prozent der Anträge davon konnten positiv abgeschlossen werden, 8 Prozent sind derzeit noch in Bearbeitung. Die Zahl der Anträge steigt Monat für Monat.

So funktioniert der Bonus

Haushaltsgerät funktioniert nicht mehr? Unter www.reparaturfuehrer.at/ooe einfach den Reparaturbetrieb in der Nähe finden. Dort das Gerät reparieren lassen, die Rechnung mitnehmen, einen Antrag ausfüllen und die Unterlagen einreichen. Details gibt's hier.

„Als nächsten Schritt braucht es nun eine einfachere, unbürokratische und flächendeckende Unterstützung der Reparatur. Erstens durch die Reduzierung des Umsatzsteuersatzes für Reparaturdienstleistungen von 20 Prozent auf 10 Prozent. Zweitens sollen die Arbeitskosten von Reparaturen elektrischer bzw. elektronischer Geräte zu 50 Prozent von der Steuer abgesetzt werden können und drittens der Zugang zu Reparaturanleitungen, Ersatzteilen und Diagnosesoftware auf europäischer Ebene erleichtert werden“, fordert Anschober.

Evaluierung der Förderaktion 

Der erfolgreiche Reparaturbonus wird in den kommenden Monaten von Experten genau evaluiert und überarbeitet, damit auch in Zukunft in Oberösterreich gilt: Reparieren statt Wegwerfen.

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