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LINZ. Friedrich Hebbels „Die Nibelungen“ feiert am 9. Oktober im Schauspielhaus Premiere. Für die Rollen von Kämpferinnen werden noch athletische Statistinnen im Alter von 18 bis 40 Jahren gesucht. Das Casting geht am Mittwoch, 30. Juni, über die Bühne.

 (Foto: Herta Hurnaus)
(Foto: Herta Hurnaus)

„Das Nibelungenlied“ heißt jenes Lied von Hass und Leidenschaft, das durch die Abschrift mittelalterlicher Mönche auf uns kam und das von Not und Untergang des Volks der Nibelungen spricht, einer Gemeinschaft, die in Zeiten großer Umwälzung und Wanderschaft auf unserem Kontinent herum verschlagen und – der Sage nach – zerrieben wird. Seit dem zehnten Jahrhundert nach Christus sehen insbesondere deutschsprachige Volksgruppen in diesen Nibelungen einen Spiegel ihrer eigenen Geschichte. Friedrich Hebbel schuf mit „Die Nibelungen“ eine Dramatisierung, mit der er einerseits der Fülle des Stoffes gerecht werden und andererseits die Logik des Verhängnisses der Nibelungen herausarbeiten wollte.

Im Zentrum stehen zwei große Frauenfiguren: Aus Liebe zu Prinzessin Kriemhild stellt Held Siegfried sich in den Dienst der Nibelungen. Er hilft dem König Gunther unbemerkt, die sagenhafte Königin Brunhild zu freien, die sich nur dem ergibt, der sie im Zweikampf überwindet. Als Kriemhild der Brunhild aus Eifersucht verrät, wer sie bei der Brautwerbung in Wahrheit überwand, sinnt Brunhild auf Rache und verlangt von Gunther Siegfrieds Tod. Sie setzt damit eine Spirale der Blutrache in Gang, welcher schließlich alle zum Opfer fallen.

Casting am 30. Juni

Für „Die Nibelungen“ werden noch athletische Statistinnen im Alter zwischen 18 und 40 Jahren gesucht, die auf der Bühne Kämpferinnen darstellen. Das Casting findet am Mittwoch, 30. Juni, um 18.30 Uhr im Schauspielhaus an der Promenade statt. Anmeldung bis 28. Juni per Mail an statisterie@landestheater-linz.at

Die Proben starten dann mit Mitte September, die Premiere ist am 9. Oktober angesetzt. Insgesamt sind 15 Vorstellung bis zum 19. Februar 2022 geplant. Regie führt Susanne Lietzow, die am Landestheater Linz unter anderem bereits „Gefährliche Liebschaften“, „Maria Stuart“ oder „Kasimir und Karoline“ erfolgreich inszeniert hat.


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