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OÖ. 54 Prozent der Oberösterreicher ab 60 Jahren besitzen und verwenden ein Smartphone.  Weniger als ein Drittel der ab 60-Jährigen haben kein Smartphone. Das zeigt eine aktuelle Studie von emporia. 

„Besser ein Bussi per WhatsApp als gar kein Bussi“, so Eveline Pupeter. Foto: insta_photos/shutterstock.com

Laut emporia Seniorenstudie sagen 66 Prozent der Befragten, dass ihnen die Pandemie gezeigt hat, wie wichtig es ist, digital dabei zu sein. 83 Prozent der älteren Smartphone-Besitzer, nutzen WhatsApp regelmäßig. Das Telekommunikationsunternehmen emporia hat deshalb eine Handyschule entwickelt. Die Trainings und Schulungen reichen von Einsteiger-Kursen bis hin zum siebenteiligen Smartphone-Führerschein. Das Telekommunikationsunternehmen hat das Smartphone-ABC mitproduziert und ist kostenlos unter https://www.emporia.at/extras/smartphone-abc abrufbar.

Auch die Stammtischleiter des OÖ Seniorenbundes arbeiten mit dieser Videoreihe. „Senioren, die im letzten Jahr gelernt haben, mit dem Smartphone oder Tablet umzugehen, sind heute im Lockdown deutlich besser dran als ihre nicht-digitalisierten Altersgenossen. Ein Bussi vom Enkerl per WhatsApp ist immer noch besser als gar kein Bussi vom Enkerl“, so Eveline Pupeter von emporia. In Österreich haben eine Million Menschen im Alter über 65 Jahren kein Smartphone und kein Tablet und sind somit ausgeschlossen vom digitalen Grünen Pass, von Online-Banking oder von der digitalen Kommunikation mit der Familie und den Freunden. 

Den digitalen Fortschritt im Lockdown nutzen

„Durch digitale Hilfsmittel werden viele unserer alltäglichen Aufgaben erleichtert. Mit dem Wissen, diese richtig anzuwenden, erleichtern sie unsere Aufgaben und unterstützen dabei, sich Neues anzueignen sowie mit Familie und Bekannten besser in Kontakt zu bleiben. Insbesondere die Einschränkungen im Zuge der Bekämpfung der Corona-Pandemie machten und machen das eindrucksvoll sichtbar“, erläutert der Landesobmann des OÖ Seniorenbundes LH a.D. Josef Pühringer Vorteile des digitalen Fortschritts.

„Die digitalen Möglichkeiten der Kommunikation helfen in Zeiten von Ausgangsbeschränkungen ungemein, um mit den uns nahestehenden Personen in Kontakt zu bleiben. Einen Ersatz von realen Treffen bieten solche virtuellen Zusammenkünfte jedoch nicht. Die „digitale Welt“ wird immer eine Ersatz- oder Zusatzwelt bleiben, denn der Mensch ist auf das Erleben von Gemeinschaft und persönliche Kommunikation ausgerichtet“, weist Pühringer auf die Notwendigkeit von Gemeinschaft in Bezug auf digitale Kommunikation hin.

Der Landesgeschäftsführer des OÖ Seniorenbundes Franz Ebner sieht das ähnlich. „Der digitale Kontakt ist besser als kein Kontakt. Der persönliche Kontakt ist aber mit nichts zu ersetzen“, so Ebner. „Bei den vielen Erleichterungen und neuen Möglichkeiten darf man aber auch nicht außer Acht lassen, dass der technische Fortschritt aber zugleich auch Gefahren für die Benutzer birgt. Während die kriminellen Handlungen insgesamt leicht rückläufig beziehungsweise stabil sind, so haben sich die Delikte im Bereich der Internetkriminalität in den vergangenen Jahren vervielfacht“, sagt der Landesobmann des OÖ Seniorenbundes über die Gefahren des Internets.

ABC-Smartphone-Kurse für Anfänger

Um den Senioren beim Umgang mit dem Smartphone Starthilfe zu geben, bietet der OÖ Seniorenbund in Kooperation mit dem Unternehmen emporia in den Ortsgruppen vor Ort eigene Smartphone-Kurse an. Die Handhabung und Bedienung eines Smartphones, die Orientierung am Smartphone sowie der Aufbau der Benutzeroberfläche, wie auch die Verwendung der einzelnen Funktionen werden dabei von geschulten Referenten ausführlich erklärt.

Institut Sei Aktiv – die Bildungsinitiative des OÖ Seniorenbundes

Das ISA-Kursangebot orientiert sich genau an den Bedürfnissen der Generation 60+. Die Angebote im Bereich EDV und digitale Kompetenzen werden nach nutzerorientierten Themenfeldern angeboten: allgemeine Grundkompetenzen, Kommunikation, Beschaffung, Archivierung, Unterhaltung, Ambient Assistent Living – intelligente Wohnumgebung. Es werden dabei Kurse für Anfänger und auch für Fortgeschrittene angeboten.

Flächendeckende EDV-Stammtische und EDV-Treffs

In vielen Ortsgruppen des OÖ Seniorenbundes werden regelmäßig „EDV-Stammtische“ abgehalten, um die Generation 60+ fit für den digitalen Wandel zu machen. Auch Fragen zu Tablet und Smartphone werden dort behandelt. Um allen Senioren in ganz Oberösterreich ein solches Angebot bieten zu können, wird versucht, diese EDV-Stammtische flächendeckend in allen Ortsgruppen zu organisieren.

Digitalisierung muss ein Angebot bleiben

„Als Interessensvertretung der Senioren wollen wir explizit darauf hinweisen, dass es sich bei allen Neuerungen im Zuge der Digitalisierung um Angebote und keine Verpflichtungen handeln muss. Viele Personen, insbesondere ältere Menschen, haben aufgrund ihrer finanziellen Situation oder anderen Umständen nicht die Chance, die Möglichkeiten, die der digitale Wandel mit sich bringt, für sich zu nutzen“, stellt Pühringer klar. Der OÖ Seniorenbund hat seine wesentlichen Aussagen und Forderungen zusammengefasst.

  • Ansprechpersonen für digitale Angebote vor Ort in jeder Gemeinde
  •  Beibehaltung analoger Dokumente
  • Sicherheit im Internet forcieren – Internetkriminalität bekämpfen
  • Breite Aufklärungsoffensive in Sachen Digitalisierung

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