'Impfen bei Banksy' in der Tabakfabrik
LINZ. Eigentlich ist die Banksy-Ausstellung in der Tabakfabrik ja Lockdown-bedingt geschlossen, Impfwillige bekommen dieses Wochenende (10.-12. Dezember) aber trotzdem einen Eindruck vom Werk des mysteriösen Street-Art-Superstars - und zwar in Form einer Pop-up-Impfstraße inmitten der Ausstellung. Eine Voranmeldung ist nicht notwendig.

„The Mystery of Banksy - a genius mind„ war nach dem Publikumserfolg in Deutschland auch bei der Österreich-Premiere in der Tabakfabrik drauf und dran durchzustarten. Doch schon kurz nach der Eröffnung Mitte November machten die rapide steigenden Corona-Infektionszahlen Ausstellungsmacher Oliver Forster und seinem Team einen Strich durch die Rechnung. Die noch nie dagewesene Präsentation mit mehr als 100 Werken des gefeierten Graffiti-Künstlers ist seit Beginn des jüngsten Lockdowns wie so vieles andere geschlossen. Eine Wiederöffnung wird am 18. Dezember erhofft.
In Form einer Pop-up-Impfstraße darf die Schau nun ausnahmsweise öffnen: Impfwillige können sich von 10. bis 12. Dezember direkt in der Ausstellung ihre Corona-Schutzimpfung holen und bekommen dabei auch einen Eindruck vom Werk des wohl mysteriösesten Künstlers der Welt. Schließlich tauchen Banksys Bilder über Nacht in verschiedensten Städten der Welt auf und sind vielfach ein provokanter Kommentar zum Weltgeschehen ohne dass jemand weiß, wer sich hinter dem Künstlerpseudonym verbirgt.
„Mit speziell gebrandeten Aktivitäten wie 'Impfen bei Banksy' wird Interessierten zusätzlich zum Impfschutz ein kultureller Mehrwert zum Erst-, Zweit- oder Drittstich geboten. Der Weg in die Normalität - mit uneingeschränkt geöffneten Kultureinrichtungen - führt ausschließlich über eine hohe Impfquote“, betont Bürgermeister Klaus Luger, Aufsichtsratsvorsitzender der Tabakfabrik.
„Banksy spricht mit seinen Werken Themen an, die uns unter den Nägeln brennen. Mit der Impfstraße machen wir Corona gleichsam zu einem Teil der Ausstellung. Damit wir aus der Pandemie herauskommen und alle mit ihr verbundenen gesellschaftlichen Verwerfungen bewältigen, braucht es eine gemeinsame Anstrengung und nicht zuletzt Kreativität. Dazu möchte die Tabakfabrik als Ort der Aufklärung im Vertrauen auf die Erkenntnisse der Wissenschaft beitragen“, sagt Chris Müller, Direktor für Entwicklung, Gestaltung und künstlerische Agenden der Tabakfabrik.
„Mit der Pop-up-Impfstraße möchten wir nicht nur einen Beitrag im Kampf gegen Corona leisten, sondern auch proaktiv etwas dafür tun, dass Museen und Ausstellungen eine wirtschaftliche Zukunft haben“, betont Oliver Forster, Produzent der Banksy-Ausstellung in der Lösehalle.
„Wir wissen, dass Impfangebote an spannenden Orten gut angenommen werden“, ergänzt Markus Eidenberger, Kaufmännischer Direktor der Tabakfabrik.


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