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TelefonSeelsorge OÖ: Telefonstunde mit Primar Lamprecht zum Thema Corona-Impfung

Nora Heindl, 13.01.2022 11:15

LINZ/OÖ. Dass das Thema Corona und die angekündigte Impfpflicht bei vielen Menschen Ängste schüren, erleben auch die Berater der TelefonSeelsorge OÖ. Am Donnerstag, 20. Jänner, setzt sich Primar Bernd Lamprecht vom Linzer Kepler Universitätsklinikum von 17 bis 18.30 Uhr ans Telefon, um unter der kostenlosen Notrufnummer 142 Fragen zur Corona-Impfung zu beantworten.

Bernd Lamprecht beantwortet die Fragen der Anrufer rund um die Corona-Impfung. (Foto: Zeljko Jakovljevic/Kepler Universitätsklinikum)

Das neue Jahr beginnt ganz im Zeichen des Covid-19-Virus: Die Infektionszahlen steigen. Kaum mehr jemand, der nicht genervt, gestresst, erschöpft, wütend oder ausgelaugt ist. Die Frage „Bist du geimpft?“ wird inzwischen fast direkt nach der Begrüßung gestellt. Gesellschaftliche Gräben vertiefen sich zunehmend. Das Thema Impfen hängt häufig wie ein Damoklesschwert über dem Familienfrieden. Auch andere Bereiche, etwa das Arbeitsleben oder der Schulalltag, sind von dem Thema dominiert bzw. betroffen.

In den Beratungsgesprächen der TelefonSeelsorge OÖ – Notruf 142 werden vermehrt Ängste zum Ausdruck gebracht – etwa was die angekündigte Impfpflicht betrifft, die dazu führen kann, dass Menschen sich eingeengt oder ohnmächtig fühlen. Der oder die Betroffene empfindet einen Verlust der gewohnten Handlungs- und Entfaltungsmöglichkeiten im persönlichen Alltag. Nicht selten erleben sich Ratsuchende so eingeschränkt, dass sie in eine psychische Ausnahmesituation geraten.

Primar Lamprecht berät am Telefon

„Die TelefonSeelsorge OÖ nimmt diese Ängste ernst und möchte ihnen mit einem besonderen Angebot begegnen“, so Silvia Breitwieser, die Leiterin der TelefonSeelsorge OÖ – Notruf 142. Sie hat deshalb einen ausgewiesenen Corona-Experten eingeladen: Am 20. Jänner von 17 bis 18.30 Uhr wird Primar Bernd Lamprecht, Vorstand der Klinik für Lungenheilkunde am Kepler Universitätsklinikum, telefonisch unter dem Notruf der TelefonSeelsorge 142 die Fragen der Anrufer rund um die Corona-Impfung beantworten – vertraulich und kostenlos.

Keine Diskussionen, sondern einfühlsames Zuhören

Wie führen die Mitarbeiter der TelefonSeelsorge Gespräche, in denen es um das „heiße Eisen“ Corona geht? Silvia Breitwieser dazu: „Unsere Berater lassen sich nicht auf Diskussionen ein, in denen es um Meinungen geht: darum, was nun wirklich richtig oder falsch ist. Denn diese Gedanken und Debatten erleben die Menschen meist im Alltag oft genug. Relevant sind die Überzeugungen und Handlungen der Ratsuchenden und wie sich diese auf ihr Befinden auswirken. Wir unterstützen Menschen, die uns kontaktieren, dabei, einen für sie passenden Lösungs-Weg zu finden. Uns ist bewusst, dass unsere eigenen Lösungen keine allgemeingültigen Rezepte darstellen.“

Leuchtturm in schwierigen Zeiten

Wer das Gefühl hat, es allein nicht zu schaffen, sollte nicht zögern und Unterstützungsangebote nutzen. Die TelefonSeelsorge Oberösterreich – Notruf 142 ist an allen Tagen des Jahres rund um die Uhr, vertraulich und kostenlos erreichbar. Dies gilt natürlich besonders in der derzeitigen Krisensituation. Die MitarbeiterInnen des amtlichen Notrufes sind für all jene da, die sich belastet fühlen, voller Angst sind, nicht mehr ein und aus wissen. Sie haben aber auch ein offenes Ohr für alle Menschen, die in diesen Tagen sozialen Kontakt, ein Gegenüber und ein Gespräch suchen. Unter dem Motto „Sorgen kann man teilen“ bietet die TelefonSeelsorge OÖ ein niederschwelliges Beratungsangebot per Telefon, E-Mail und Chat.

Telefonberatung unter der Notrufnummer 142

Chat- und Mailberatung: www.onlineberatung-telefonseelsorge.at


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