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Veranstaltung zum Welt-Parkinson-Tag in Linz rückt Betroffene in den Fokus

Gröstlinger Barbara, 02.04.2026 11:30

LINZ. Anlässlich des Welt-Parkinson-Tages lädt die Österreichische Parkinson-Gesellschaft (ÖPG) am Freitag, 10. April, zu einer großen Informationsveranstaltung ins Neue Rathaus Linz. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Entwicklungen in der Behandlung sowie konkrete Hilfestellungen für den Alltag von Betroffenen und Angehörigen.

In Österreich leben derzeit etwa 25.000 bis 30.000 Menschen mit Parkinson. Die Veranstaltung am 10. April im Neuen Rathaus wendet sich an Betroffene, Angehörige und Interessierte. (Foto: R Photography/stock.adobe.com)

Parkinson zählt weltweit zu den am schnellsten zunehmenden neurologischen Erkrankungen. Auch in Österreich steigt die Zahl der Betroffenen kontinuierlich und zählt derzeit rund 25.000 bis 30.000 Menschen mit der Krankheit. Aus diesem Grund gewinnen die Aufklärung sowie der Zugang zu Informationen und Austauschmöglichkeiten an Bedeutung.

Komplexe Erkrankung mit vielen Ursachen

Die Parkinsonkrankheit entsteht durch den fortschreitenden Verlust von Nervenzellen im Gehirn, die den Botenstoff Dopamin produzieren. Typische Symptome sind Zittern, verlangsamte Bewegungen, Muskelsteifheit sowie Probleme beim Gleichgewicht und Gehen.

Die Ursachen sind vielfältig: Neben genetischen Faktoren spielen auch Umwelteinflüsse wie Luftverschmutzung oder Pestizide eine Rolle. Parkinson wird oft mit höherem Alter in Verbindung gebracht, kann jedoch auch jüngere Menschen im Berufs- und Familienleben treffen.

Individuelle Therapie

Parkinson ist derzeit nicht heilbar. Doch es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Symptome zu lindern und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. Die Behandlung erfolgt individuell und kombiniert meist mehrere Ansätze: Medikamente, Physio-, Ergo- und Logopädie sowie psychologische Unterstützung.

Zudem zeigen Studien, dass regelmäßige körperliche Aktivität einen positiven Einfluss auf den Krankheitsverlauf haben kann. In bestimmten Fällen kommen auch moderne und gerätegestützte Therapien zum Einsatz. 

Forschung bringt neue Perspektiven

Neue Erkenntnisse in der Forschung, vor allem zu genetischen Ursachen, eröffnen neue Perspektiven. Ziel vieler internationaler Studien ist es, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen oder langfristig zu stoppen.

Gleichzeitig wird daran gearbeitet, neue Therapien rasch für alle Betroffenen zugänglich zu machen. Fachleute betonen, dass dafür sowohl verstärkte Forschungsförderung als auch eine entsprechende Finanzierung im Gesundheitssystem notwendig sind.

Prävention gewinnt an Bedeutung

Neben der Therapie rücken auch vorbeugende Maßnahmen stärker in den Fokus. „Dazu gehören eine weitere Reduktion schädlicher Umweltfaktoren wie Pestizide und Luftverschmutzung, andererseits auf individueller Ebene Bewegung, Sport, ausgewogene Ernährung, vor allem Vermeiden künstlich verarbeiteter Nahrungsmittel, und Vorsorgeuntersuchungen“, betont Regina Katzenschlager, Präsidentin der Österreichischen Parkinson-Gesellschaft (ÖPG). 

Informationsveranstaltung am 10. April in Linz

Die Informationsveranstaltung der ÖPG findet am Freitag, 10. April, von 11 bis 15 Uhr im Festsaal des Neuen Rathauses, Hauptstraße 1–5, in Linz statt.

Vorträge beginnen um 11.15 Uhr, Diskussion und Austausch sind ab 13.45 Uhr geplant. Die Veranstaltung richtet sich gezielt an Betroffene, Angehörige und Interessierte. 

Der Eintritt ist frei, für Verpflegung ist gesorgt. Eine Anmeldung ist erwünscht, aber nicht verpflichtend. Diese ist telefonisch unter +43 890 34 74 oder per E-Mail an oepg@studio12.at möglich.


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