Neue Führung für das Rote Kreuz in Linz und Linz-Land
LINZ/LINZ-LAND. Vom Zivildiener, der alte Leintücher zu Putztüchern riss, an die Spitze von zwei Rotkreuz-Bezirken: Stefan Kager hat im September die Geschäftsführung des Roten Kreuzes in Linz-Stadt und Linz-Land übernommen. Der 40-Jährige war in den vergangenen mehr als 20 Jahren in vielen Bereichen der Organisation tätig.

Sein Weg beim Roten Kreuz begann 2004 während des Zivildienstes in der Bezirksstelle Linz-Mitte. Damals gehörte auch das Zerreißen ausgedienter Leintücher zu Putztüchern zu seinen Aufgaben. Danach arbeitete Kager im Rettungs- und Krankentransport, bei Intensivtransporten, in der Verwaltung und im Finanzwesen sowie in sozialen Dienstleistungen. Er übernahm außerdem Führungs- und Stabsfunktionen.
Erfahrung aus der Krisenzeit
Während der Covid-19-Pandemie war Kager Stabschef. In dieser Zeit habe er erlebt, wie wichtig es sei, auch unter besonderen Bedingungen Orientierung zu geben und Entscheidungen zu treffen.
„Ich kenne das Rote Kreuz aus vielen unterschiedlichen Blickwinkeln – aus dem täglichen Dienst, aus Verwaltung und Finanzwesen, aus sozialen Leistungsbereichen und aus Führungs- und Krisensituationen“, sagt Kager. Diese Erfahrungen hätten ihm gezeigt, dass es wichtig sei, das große Ganze im Blick zu behalten und zugleich die Arbeit der Menschen vor Ort zu verstehen.
Verantwortung für zwei Bezirke
Als Bezirksgeschäftsleiter ist Kager nun für die Bezirke Linz-Stadt und Linz-Land verantwortlich. Dazu zählen die Mitarbeiter und Freiwilligen ebenso wie die unterschiedlichen Leistungsbereiche des Roten Kreuzes.
Kager will auf Bewährtes setzen und Veränderungen dort vorantreiben, wo neue gesellschaftliche Anforderungen dies nötig machen. „Führung bedeutet für mich, Verantwortung zu übernehmen, Orientierung zu geben und Menschen zuzutrauen, ihre Aufgabe gut zu erfüllen“, sagt er. Gerade in Zeiten der Veränderung brauche es Klarheit und Verlässlichkeit.
Austausch mit Mitarbeitern und Freiwilligen
Der neue Bezirksgeschäftsleiter will den Kontakt zu den Menschen in beiden Bezirken suchen. Die Sichtweisen von Mitarbeitern, Freiwilligen und den Menschen, für die das Rote Kreuz tätig ist, sollen in die weitere Entwicklung einfließen.
„Dass ich heute diese Verantwortung übernehmen darf, ist für mich vor allem ein Vertrauensbeweis“, sagt Kager. Er wolle zuhören, klare Entscheidungen treffen und gemeinsam mit den Teams daran arbeiten, das Rote Kreuz in Linz-Stadt und Linz-Land weiterzuentwickeln.








Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden