Dauerthema Parken: Ausbau der Kurzparkzonen wegen Pendlern
LINZ. Die Parkthematik ist ein Dauerbrenner in Linz. Diesmal steht das Franckviertel im Fokus. In der Gemeinderatssitzung am 24. September fordert die FPÖ eine Bürgerbefragung zur Erweiterung der Kurzparkzone, um Pendlern einen Riegel vorzuschieben.

FPÖ-Gemeinderat Željko Maleševic will einen Antrag einbringen, der eine Evaluierung der bestehenden Kurzparkzone und eine Bürgerbefragung unter den Anrainern vorsieht. Hintergrund sei der seit Jahren bestehende Parkdruck durch Pendler, die ihre Fahrzeuge im Franckviertel abstellen und anschließend mit dem Bus weiterfahren: „Dass Pendler auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen, ist grundsätzlich positiv. Dafür braucht es aber entsprechende Park and Ride Möglichkeiten an den Stadträndern. Es kann nicht die Lösung sein, dass Wohnviertel als Ersatzparkplätze dienen und die Anrainer vor ihrer eigenen Haustüre kaum mehr einen Parkplatz finden“, erklärt Maleševic.
Teile des Franckviertels wurden bereits 2015 zu Kurzparkzonen erklärt. Auch damals gab es im Vorfeld eine Bewohnerbefragung. Dadurch habe sich der Parkdruck jedoch teilweise lediglich in jene Straßen verlagert, die davon noch nicht erfasst sind.
Konkret schlägt Maleševic vor, die Anrainer im Bereich zwischen Hittmairstraße und Füchselstraße beziehungsweise Fröbelstraße zu befragen, ob sie eine Erweiterung wünschen. „Die Bewohner wissen selbst am besten, wie groß der Parkplatzdruck in ihrem unmittelbaren Wohnumfeld ist. Deshalb sollen sie auch darüber entscheiden können, ob die Kurzparkzone erweitert wird. Damit könnten die Anrainer eine jährliche Bewohnerparkkarte erhalten und gleichzeitig das ganztägige Abstellen von Pendlerfahrzeugen erschwert werden“, so Maleševic abschließend.
Unzufriedenheit nachts größer als tagsüber
„Die Parkplatzproblematik gibt es nicht nur in der Innenstadt“, weiß Verkehrsreferent und Vizebürgermeister Martin Hajart (ÖVP), der im Mai eine Analyse und seine Forderungen für eine neue, ganzheitliche Parkraumpolitik präsentiert hatte: „Auch in vielen Wohnvierteln, nicht nur im Franckviertel, fehlen Parkplätze. Vor allem am Abend und in der Nacht, wenn die Pendler weg sind, steigt die Unzufriedenheit der Wohnbevölkerung mit der Parkplatzsituation, das zeigten die großen Bürgerbefragungen bisher.“ 2017 lag die größte Unzufriedenheit mit 33,1 Prozent bei den Parkmöglichkeiten nach 18 Uhr. Mit den Parkmöglichkeiten bis 18 Uhr waren 26,7 Prozent unzufrieden. In Kürze sollen die Ergebnisse der Bürgerbefragung 2026 vorliegen.
Der FPÖ Antrag greife zu kurz, wenn nur die Parkplatzsituation am Tag betrachtet werde. „Gerade wenn nachts die Unzufriedenheit mit dem Parken noch größer ist, lösen Kurzparkzonen das Problem nicht. Wir brauchen eine ganzheitliche Lösung mit mehr Parkplätzen und nicht nur Symptombekämpfung“, so Hajart.
Das Parkplatzthema im Franckviertel wurde schon 2022 aufgrund eines FPÖ-Antrags im Mobilitätsausschuss behandelt. Nach einem Lokalaugenschein durch die Mitglieder und aufgrund der damals festgestellten Auslastung wurde im Einvernehmen mit der FPÖ keine Erweiterung der Kurzparkzone veranlasst. „Aufgrund der aktuellen Erneuerung der Wohnbauten hätte sich die Parkplatzsituation eigentlich verbessern sollen“, heißt es aus dem VP- Büro.
Was sich sonst noch in Sachen Parken in Linz tut
Derzeit ist eine Bewohnerbefragung zur Kurzparkzone am Froschberg in Vorbereitung.
Die Hochgarage der Tabakfabrik in der Petzoldstraße wird mit 28. September eröffnet. Die Doppelnutzung als Betriebsgarage und als Parkmöglichkeit für die umliegenden Bewohner des Kaplanhofviertels außerhalb der Büro- beziehungsweise Betriebszeiten ist ein Pilotprojekt. Die Erfahrungen daraus sollen laut Hajart auch für Folgeprojekte bei anderen Betriebsparkplätzen genutzt werden.








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