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LINZ. Junge Menschen über K.O.-Tropfen aufklären und den Weg zur Hilfe erleichtern: Das will pro mente OÖ mit der Kampagne „Say NO to K.O.“. Dafür werden 7.500 Info-Folder mit Testkarten verteilt, die bestimmte K.O.-Tropfen im Getränk nachweisen können.

K.O.-Tropfen können unbemerkt ins Getränk gelangen und bis zur Bewusstlosigkeit führen. (Foto: s-motive/stock.adobe.com)

Die Info-Folder mit eingeklebten Testkarten werden bis 28. Februar 2027 an Schulen, in Jugendzentren, über Streetwork und an weiteren Orten verteilt, an denen junge Menschen erreicht werden. Sie informieren über die Wirkung von K.O.-Tropfen, Risiken und Schutzmöglichkeiten. Ein QR-Code führt zu den Hilfsangeboten der pro mente Sucht.

„Niemand nimmt K.O.-Tropfen freiwillig, und niemand ist selbst schuld, wenn es passiert.“ Das betont Kurosch Yazdi-Zorn, Vorstandsvorsitzender von Pro mente OÖ. Die Initiative soll aufklären und Betroffenen den Weg zur Hilfe erleichtern.

Ergebnis in wenigen Sekunden

Die scheckkartengroßen Tests des österreichischen Start-ups „Night Saver“ können laut pro mente OÖ die Stoffe GHB und GBL in wenigen Sekunden nachweisen. Beide werden häufig als K.O.-Tropfen eingesetzt. Andere Substanzen, die Menschen wehrlos machen können, erfassen die Karten nicht.

Rasche Wirkung, schwere Folgen

K.O.-Tropfen sind farb- und weitgehend geruchlos. Innerhalb weniger Minuten können sie Schläfrigkeit, Verwirrtheit und Gedächtnislücken auslösen. Höhere Dosen können zur Bewusstlosigkeit führen.

Da die Stoffe im Körper nur kurz nachweisbar sind, ist es oft schwierig, Beweise zu sichern. Erinnerungslücken und Scham erschweren es Betroffenen zusätzlich, Anzeige zu erstatten. Laut pro mente OÖ gibt es österreichweit jährlich rund 120 Anzeigen im Zusammenhang mit K.O.-Tropfen. Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher sein.

„Betroffene – ganz überwiegend Frauen – leiden langfristig unter den Folgen: schwere Traumatisierungen sind häufig, Scham hält viele davon ab, sich Hilfe zu holen“, erklärt Thomas Labacher, Leiter des Suchtbereichs bei pro mente OÖ.

Mehr Informationen und Beratung gibt es unter www.pmooe.at


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