Ärztin erklärt, wann Hausmittel bei Erkältung helfen
OÖ/LINZ. Bei Husten und Schnupfen greifen viele zu Hausmitteln. Die Allgemeinmedizinerin Johanna Holzhaider von der Ärztekammer für Oberösterreich erklärt, wann diese helfen können und wann ärztlicher Rat gefragt ist.

Einfache Hausmittel können laut der Allgemeinmedizinerin Erkältungsbeschwerden lindern. Dazu zählen etwa Topfenwickel bei Halsschmerzen, Zwiebelwickel bei Husten sowie Inhalieren und Gurgeln mit Salzwasser. Auch Kräutertee mit Honig und Hühnersuppe können wohltuend wirken.
Bei stärkeren Beschwerden empfiehlt sie jedoch, den Gesundheitszustand im Blick zu behalten: „Treten die Symptome in schwerer Form auf, verschlechtern sie sich rasch oder ist man sich nicht sicher, ob es sich um eine klassische Erkältung handelt, sollte man ärztlichen Rat einholen“, betont Johanna Holzhaider, Allgemeinmedizinerin und Kurienobmann-Stellvertreterin der niedergelassenen Ärzte in der Ärztekammer für Oberösterreich. Das gilt besonders, wenn das Fieber über 39 Grad steigt.
Auf Ernährung und Erholung achten
Wer die Regeneration ankurbeln möchte, sollte den Körper mit vitaminreicher Ernährung, ausreichend Schlaf und körperlicher Schonung unterstützen. Auch regelmäßiges Lüften wird empfohlen, da frische Luft das Wohlbefinden fördern kann. „Wer erkältet ist oder Fieber hat, sollte auch auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten – am besten mit Wasser oder ungesüßten Tees“, so Holzhaider.
Andere vor Ansteckung schützen
Um andere nicht anzustecken, sollte man nach Möglichkeit zu Hause bleiben und soziale Kontakte reduzieren. Regelmäßiges Händewaschen sowie Husten oder Niesen in die Armbeuge helfen, die Verbreitung von Krankheitserregern einzudämmen.
Bei Bedarf können fiebersenkende und entzündungshemmende Medikamente Beschwerden wie Fieber sowie Kopf-, Hals- oder Gliederschmerzen lindern. „In solchen Fällen ist es sinnvoll, eine gut ausgestattete Hausapotheke zu Hause zu haben. So ist man ergänzend zu bewährten Hausmitteln auf häufige Beschwerden vorbereitet und kann bereits bei den ersten Symptomen rasch reagieren“, so Holzhaider.








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