Special Olympics: „Alle Neune“ aus Oberösterreich bei Weltsommerspielen in den Emiraten
OÖ. Zwei Jahre nach den großartigen Heimspielen in Graz, Schladming und Ramsau steht für Special Olympics Österreich wieder ein internationales Großereignis bevor. Bei den Weltsommerspielen in Abu Dhabi und Dubai ist Oberösterreich mit insgesamt neun Frauen und Männern vertreten.

Wenn von 14. bis 21. März erstmals Weltspiele in den Emiraten und somit im arabischen Raum über die Bühne gehen, beteiligen sich aus dem Land ob der Enns fünf Athleten sowie je zwei Trainer und Unified-Partner am sportlichen Geschehen.
Fußball und Radfahren
Teil der rotweißroten Fußballmannschaft ist der Frankenburger Johannes Binder. Als Unified-Partner mit von der Partie sind in dieser Sportart Fabian Schneider aus Ampflwang und Joachim Gilhofer (Gampern).
Für viel Tempo bei seinen Grieskirchner Radfahrern Susanne Kramer und Günter Mayrhuber will Trainer Patrick Oriold aus Lembrechten sorgen.
Reiten auf fremden Pferden
Vor einer besonderen Herausforderung stehen Coach Ute Zeilinger und ihre beiden Reiter Lea Gschwandtner und Herbert Stephan Maier (alle Ried/Innkreis). Die Aktiven können in Abu Dhabi nicht auf dem Rücken jener Pferde unterwegs sein, die sie gewohnt sind. „Daher sind sehr viel Einfühlungsvermögen und Geduld gefragt“, bestätigt Zeilinger.
Keine Premiere für Maier
Nicht zum ersten Mal vor dieser so schwierigen Situation steht Maier, der sich bei den Weltsommerspielen vor vier Jahren in Los Angeles die Silbermedaille im Team-Relay abholte und den vierten Platz in der Dressurwertung belegte. Über World-Games-Erfahrung verfügt übrigens auch Kicker Binder. Er stand 2015 in den USA nicht nur in Österreichs Team, sondern unterstrich mit Gold im Eiskunstlaufen vor zwei Jahren in der Steiermark sein großes sportliches Talent und seine Vielseitigkeit.
Alle übrigen Sportler sind heuer zum ersten Mal bei Weltsommerspielen dabei.
Nummer eins Vorarlberg
Insgesamt entsendet Österreich 61 Athleten sowie 21 Unified-Partner und 20 Trainer auf die arabische Halbinsel. Das zahlenmäßig mit Abstand größte Bundesländerkontingent stellt Vorarlberg (13/6/7) vor der Steiermark (insgesamt 17), Kärnten (15) und Salzburg (zwölf).
Was die Sportarten betrifft, ist Rot-Weiß-Rot in 13 von 24 vertreten. Um Medaillen bewerben sich die Aktiven aus der „Alpenrepublik“ in Boccia, Bowling, Fußball, Golf, Judo, Leichtathletik, Gewichtheben, Radfahren, Reiten, Schwimmen, Segeln, Tennis und Tischtennis.
Eindrucksvolles Zahlenwerk
Insgesamt bevölkern rund 7.500 Athleten aus 192 Nationen die Special Olympics World Summer Games. Dazu kommen jeweils etwa 4.000 Trainer/Betreuer und Familienmitglieder, 3.000 Ehrengäste, 20.000 Volunteers und bis zu einer halben Million Zuschauer.


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