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LINZ/POZNAN. Am zweiten EM-Renntag erreichten Österreichs-Flachwasser-Kanutinnen Viktoria Schwarz und Ana Lehaci im 200-Meter-Sprint-Bewerb den dritten Rang. Dieser reicht im Normalfall für den direkten Final-Einzug. Die Entscheidung fiel allerdings kurios.

Das Kanu-Duo Schwarz (l.) und Lehaci erreichte das A-Finale über 500 Meter. (Foto: Canoesport)
Das Kanu-Duo Schwarz (l.) und Lehaci erreichte das A-Finale über 500 Meter. (Foto: Canoesport)

Ihren Vorlauf über 200 Meter beendeten die beiden Linzerinnen bei der Kanu-Sprint-Europameisterschaft in Polen auf dem dritten Rang, der gewöhnlich den direkten Einzug ins Finale bedeutet, nicht so am Freitag. Denn: Das erste Rennen über die 200 Meter fuhren Schwarz/Lehaci zeitgleich (00:39.095) mit dem ukrainischen Zweier-Kajak von Mariia Skoryk und Mariya Povkh. Die Entscheidung, welches Boot ins 200-Meter-Finale am Sonntag aufsteigt, fiel per Münzwurf und ging nicht zugunsten der Österreicherinnen aus, die demzufolge am Samstag auch ins 200-Meter-Semifinale müssen.

„So etwas habe ich wirklich noch nie erlebt. Unsere Mannschaftsführer wurden in den Tower gebeten, wo eine Münze geworfen wurde. Auch wenn es ärgerlich ist und wir das Glück nicht auf unserer Seite hatten, sind wir morgen für das Finale über 500 Meter zumindest aufgewärmt von unserem Semifinale über die 200 Meter“, war Viktoria Schwarz vom Entscheidungsprocedere sehr verwundert, nahm es aber mit Humor. „Vielleicht spielen wir nach dem morgigen Semifinale Schere, Stein, Papier bei einer ex-aequo-Entscheidung“, scherzte Schwarz, die allerdings den Einzug ins Finale über 500 Meter als wesentlich wichtiger und wertvoller erachtete. 

500-Meter-Final-Einzug durch zweiten Rang im Halbfinale

Der starke zweite Rang im Semifinale am Freitag über 500 Meter sicherte dem österreichischen Kanu-Duo den Einzug ins A-Finale über 500 Meter, das am Samstag stattfindet.

„Wir sind mit beiden Rennen wirklich zufrieden, da wir starken Gegenwind hatten, der uns eigentlich nicht so liegt. Über die enormen Wellen auf den letzten 100 Metern sind wir auch gut gekommen“, freute sich Ana Lehaci über die Leistungen beider Bewerbe.


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