4 Fragen an ... Jürgen Zeller (Die Linke)
LINZ. Am kommenden Sonntag findet per Direktwahl auch die Wahl zum Linzer Bürgermeister statt. Tips bat die sieben Stadtchef-Kandidaten zum Gespräch über ihre Schwerpunkte und Themen für Linz. So auch Jürgen Zeller (DIE LINKE).

Nach der erfolgten Bürgermeister(wieder)wahl werde ich am ersten Tag im Amt… ...damit beginnen, mich zuerst bei allen Mitarbeitern vorzustellen, wie auch ein Konzept zum Abbau des Schuldenberges auszuarbeiten. Dabei möchte ich verschiedene Kombinationen des Crowdfoundings betrachten. Meiner Meinung nach soll ein entsprechender Benefit an die unterstützenden Bürger gehen. Alleine der damit wegfallende Betrag zur Zinstilgung eröffnet uns einen enormen Handlungsspielraum.
Welches Infrastruktur/Stadtplanungs/Verkehrsprojekt hat für Sie in der nächsten Legislaturperiode absoluten Vorrang und warum?Höchste Priorität hat die möglichst rasche Herstellung der neuen Donaubrücke als Ersatz für die Eisenbahnbrücke. Damit kann in Kombination mit der zweiten Schienenachse das Angebot für den Öffentlichen Verkehr erweitert werden. Linz muss gebündelte Maßnahmen zur Verbesserung des fußläufigen und Radverkehrs setzen und gleichzeitig messbare Reduktionsziele im motorisierten Individualverkehr erreichen.
Am 27. September wird auch eine Volksabstimmung zur Eisenbahnbrücke durchgeführt. Wie soll es mit der Eisenbahnbrücke Ihrer Meinung nach weitergehen und warum sind Sie für eine Sanierung der Brücke bzw. einen Abriss samt Neubau?Da ich bei der ÖBB-Infrastruktur AG / Asset Management u. Strategische Planung mit der Übertragung der Brücke an die Linz AG befasst bin, kann ich aus fachlicher Sicht mitteilen, dass eine Sanierung wirtschaftlich nicht sinnvoll ist. Andererseits begrüße ich aus demokratiepolitischer Sicht die Volksbefragung, die Pro und Contras sollten jedoch zur Meinungsbildung objektiv dargestellt werden.Welche Maßnahmen sind besonders wichtig, um den zuletzt stockenden Wirtschafts- und Jobmotor in der Landeshauptstadt Linz weiter am Laufen zu halten?Wir müssen öffentliche Aufträge nach Regionalitätskriterien vergeben, Neugründungen durch Beratung, Mikrokredite und Bereitstellung günstiger Lokale unterstützen. Durch die Erhöhung des Mindestlohnes und Kürzung der Normalarbeitszeit zur Schaffung von mehr Arbeitsplätzen können wir die Kaufkraft stärken. Mit einer regionalen Parallelwährung sichern wir Umsätze in Linz und Umgebung.


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