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Jeden Tag durchqueren rund 8000 Flüchtlinge Oberösterreich auf ihrem Weg nach Deutschland. In Transitunterkünften an der Grenze sollen die Flüchtlinge, während sie auf die Einreise nach Deutschland warten, Schutz vor Kälte und Nässe finden. Die Kosten dafür soll der Bund tragen.

Flüchtlinge warten bei Passau auf die Einreise nach Deutschland. Foto: Vowe
Flüchtlinge warten bei Passau auf die Einreise nach Deutschland. Foto: Vowe

Seit wenigen Tagen ist Landesrat Rudi Anschober auch für die Bereiche Asyl und Integration verantwortlich. Eine seiner ersten Maßnahmen ist die Errichtung von Großzelten an der deutschen Grenze, in denen mehrere hundert Flüchtlinge auf ihre Ausreise warten können. Er betont, dass es sich hier um keine Unterkünfte für eine längere Unterbringung handelt: „Das sind ausschließlich Plätze zur Überbrückung, damit man in der Wärme warten kann“. Neben den bereits errichteten Zelten in Kollerschlag sollen demnächst auch in Schärding und Braunau rund 3000 beheizte Plätze entstehen.

Die Kosten für diese „Transitunterkünfte“ soll der Bund tragen, darauf einigte man sich bei einer Konferenz der Flüchtlingsreferenten Ende vergangener Woche.

Doch auch bei der längerfristigen Unterbringung von Flüchtlingen besteht in Oberösterreich nach wie vor Handlungsbedarf. Aktuell stehen in Oberösterreich 9640 Asylunterkunftsplätze zur Verfügung. Um die Quote zu erfüllen, fehlen derzeit rund 550 Plätze. Hier will Anschober in jenen Bezirken, in denen bislang wenig Wohnraum zur Verfügung gestellt wurde, mögliche Lösungen mit den Bezirkshauptleuten besprechen.

Ob und wie es mit der Unterbringung im Linzer Postverteilzentrum weitergehen soll, ist unklar. Aktuell würden Fachleute prüfen, ob das Gebäude im Winter beheizt werden kann, so Anschober.


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