„Sonst erstickt Linz noch im Verkehr“
LINZ. Ein striktes Bekenntnis der Stadt zum öffentlichen Verkehr und ein besseres Zuhören der Politik den Linzern und ihren Sorgen gegenüber – das wünscht sich der Verkehrs- und Stadtplanungssprecher der Linzer Grünen, Klaus Grininger, im Gespräch mit Tips.

Seit der vergangenen Gemeinderatswahl 2015 ist Klaus Grininger als Gemeinderat für die Linzer Grünen tätig, zur Kommunalpolitik hat er aber schon länger einen speziellen Zugang: „Mein Vater war Vizebürgermeister und lange Zeit Gemeinderat in einer kleinen Gemeinde, da kriegst natürlich viel mit.“ Besonders prägend ist die Kommunalpolitik, weil es um die Nähe zum Bürger geht. „Auf der kommunalen Ebene ist Politik noch viel konkreter, jeder geplante Zebrastreifen, jeder Baum, jeder Neubau trifft die Leute vor Ort direkt auf die Minute. Das ist der große Unterschied, man sieht die Auswirkungen der Politik sofort.“
Umso mehr wünscht er sich ein besseres Zuhören der Stadtverantwortlichen. „Beim A7-Ausbau als Beispiel haben vor kurzem weder der Bürgermeister noch der zuständige Verkehrsstadtrat auch nur versucht, mit den betroffenen Menschen in der Posthofstraße eine gemeinsame Lösung zu finden. Traurig.“
„Nehmen gerade Problemstellen auf“
Besonderes Herzensthema Griningers ist der Ausbau des öffentlichen Verkehrs. „Ich finde, dass der Radverkehr unsere Stadt viel mehr entlasten könnte. Wenn wir unser Ziel, 15 Prozent Radverkehrsanteil bis 2020, schaffen, helfen wir damit allen Linzern. Wir nehmen gerade die Problemstellen im Linzer Radwegenetz auf, fassen sie in ein Konzept und werden es im September Stadtrat (Markus) Hein entsprechend vorlegen.“
Generell fordert Grininger ein striktes, klares Bekenntnis zum öffentlichen Verkehr und der Sicherheit für Fußgänger. „Linz erstickt sonst noch im Verkehr, das wird so nicht funktionieren. Wir brauchen auch Lebensqualität in der Stadt, es geht auch um die, die hier wohnen, nicht nur um die, die hereinkommen. Wir investieren etwa als Stadt gerade 1,5 Millionen Euro für die A7-Abfahrt Auhof. Das ist soviel wie für sechs Jahre Radbudget.“


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