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Leserartikel Daniela Schmierer, 26.01.2017 13:35

Linz/Wien. Die Arbeiterkammer Oberösterreich fordert die Unternehmen zu mehr Investitionen auf und kritisiert die aus ihrer Sicht „satten“ Gewinnausschüttungen an die Eigentümer. Das ist das Fazit aus dem AK-Wertschöpfungsbarometer 2015, das Präsident Johann Kalliauer mit dem Titel „Gewinnausschüttungen Top, Investitionen Flop“ am Donnerstag in Linz präsentierte.

Foto: APA/ fotokerschi.at
Foto: APA/ fotokerschi.at

Für die Studie verwertete die Interessenvertretung die veröffentlichten Jahresabschlüsse von 1.166 österreichischen Mittel- und Großbetrieben mit insgesamt mehr als 518.000 Arbeitnehmern. Das sind rund 14,7 Prozent aller durchschnittlich unselbstständigen Beschäftigten. 

Demnach überstieg 2015 die durchschnittliche Wertschöpfung pro Beschäftigtem mit 96.627 Euro den Aufwand um 33.839 Euro. Dieser Überschuss bedeutet eine Zunahme um 3,2 Prozent gegenüber dem Jahr davor. Die Gewinnauszahlungen an die Eigentümer - wiederum pro Mitarbeiter - seien hingegen nominell um 9,9 Prozent auf 13.879 erhöht worden. Im Zehnjahresvergleich seien sie nominell um 50,6 Prozent, die Pro-Kopf-Personalaufwendungen dagegen nur um 20,4 Prozent gewachsen. Die Sachinvestitionen je Beschäftigtem seien zwar um nominell 3,8 Prozent gewachsen, aber damit real nicht höher als 10 Jahre zuvor.

Präsident Kalliauer erläuterte die Forderungen

„Das zeigt, dass die Eigentümer nach wie vor stärker an satten Gewinnausschüttungen interessiert sind als an einer zukunftsfähigen Entwicklung ihrer Unternehmen durch Investitionen in Sachanlagen“, lautet die Zusammenfassung von Kalliauer. Er fordert eine Erhöhung dieser Investitionen und sieht insgesamt einmal mehr Spielraum für unter anderem eine Erhöhung der Löhne und Gehälter und eine gerechtere Verteilung der Arbeit mit Personal- und Lohnausgleich durch schrittweise Verkürzung in Richtung 35-Stunden-Woche.


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