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LINZ/OÖ. Oberösterreich braucht Nachwuchskräfte im IT-Bereich – allerdings sind die Absolventenzahlen in diesem Bereich sinkend. Wirtschafts-Landesrat Michael Strugl spricht von einer alarmierenden Entwicklung. Bis 2020 werden in Oberösterreich laut Prognosen 11.000 Fachkräfte fehlen – in der IT-Branche werde die Lücke am größten sein. Strugl will dieser Entwicklung mit der „Leitinitiative Digitalisierung“ gegensteuern.

V.l.: Christoph Steindl (CEO Catalysts), Patrick Haebig (Brand Manager Catalysts) und Wirtschafts-Landesrat Michael Strugl Foto: Land OÖ/Daniel Kauder

„Die Digitalisierung ermöglicht völlig neue Geschäftsmodelle und bringt die Chance auf mehr Beschäftigung. Gleichzeitig muss uns aber auch bewusst sein, dass auf der anderen Seite etablierte Geschäftsmodelle plötzlich zusammenbrechen, erworbenes Wissen überholt und Technologien veraltet sein können. Daher ist ein wesentlicher Schwerpunkt der „Leitinitiative Digitalisierung“ des Landes OÖ, die breite Verankerung von Digitalkompetenz, um die Chancen für den Standort OÖ bestmöglich nutzen“, betont Wirtschafts-Landesrat Michael Strugl.

20 Punkte

20 Punkte umfasst die Leitinitiative Digitalisierung. Zwei Schwerpunkte sind neben dem Breitband-Ausbau vor allem die Themen „Ausbildung/Fachkräfte“ und „Informationssicherheit“. „Entscheidend ist, qualifizierte Fachkräfte in ausreichender Anzahl anbieten zu können. Die Herausforderung ist daher, die Digital Skills künftig noch viel breiter in der Ausbildung in Oberösterreich zu verankern“, sagt Wirtschafts-Landesrat Strugl. Deshalb werden unter anderem im Rahmen der Leitinitiative Digitalisierung verschiedene arbeitsmarkt- und ausbildungsrelevante Maßnahmen gesetzt.

Vorreiter: Catalysts veranstaltet Coding Contest

Ein weiterr Hebel, um junge Leute an den IT-Bereich heranzuführen, ist der Coding Contest des heimischen IT-Vorzeigeunternehmens Catalysts. Nicht nur Studierende und Praktiker nehmen an dem Programmierwettbewerb teil, auch ein eigener Schulwettbewerb wurde initiiert. „Das Land braucht Unternehmer, keine Raunzer. Wir jammern nicht über den Fachkräftemangel, sondern organisieren die Catalysts Coding Contests. Catalysts konnte dadurch in den letzten 10 Jahren auf 200 Personen wachsen. Wir schauen zuversichtlich in die Zukunft“, betont Christoph Steindl, CEO der Catalysts GmbH.

Praktika für Schüler

Der Catalysts Coding Contest hat seine Wurzeln in Linz. 2007 entstand er aus einem wissenschaftlichen Experiment an der Johannes Kepler Universität Linz (JKU) und zählt mittlerweile zu den bekanntesten Bewerben weltweit.Neben dem vierstündigen Hauptbewerb gibt es am Nachmittag einen zweistündigen Schul-Wettbewerb. Hunderte Schüler stellen sich freiwillig der Herausforderung. Catalysts fordert junge IT Talente mit spannenden Beispielen, macht sie sichtbar und fördert sie mit 50 Ferialpraxis-Stellen in den Sommermonaten.

Dieses Jahr findet der Bewerb am 31. März statt, schon zum 25. Mal in Folge. Der Programmierwettbewerb ist mittlerweile der größte seiner Art und findet in 18 Lokationen, elf Ländern und drei Kontinenten statt. Es werden zwischen 2000 bis 3000 Teilnehmer in den Austragungsstätten erwartet. Dazu kommen noch Online-Teilnehmer, die aus allen Winkeln der Welt teilnehmen können. Das Thema wird „Hyperloop - The Global Metro“ sein. Die Metropolen der Welt könnte man in der Zukunft mit Hyperloop superschnell verbinden.


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