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LINZ/OÖ. Mit 51 von 55 Stimmen wurde am heutigen Donnerstag Thomas Stelzer (ÖVP) von den Abgeordneten des Oö. Landtages zum neuen Landeshauptmann Oberösterreichs gewählt. 

Thomas Stelzer ist Oberösterreichs neuer "Dirigent". Foto: Weihbold
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Zuvor wurde Stelzers Vorgänger Josef Pühringer nach 22 Jahren an der Spitze des Landes verabschiedet

Michael Strugl wurde von der ÖVP-Fraktion einstimmig zum neuen Landeshauptmann-Stellvertreter gewählt, Christine Haberlander ebenfalls einstimmig zur neuen Landesrätin.

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Auszüge aus der Antrittsrede Thomas Stelzers:

Ich möchte, dass wir uns die großen Veränderungen, die gerade passieren, an ein paar Schlaglichtern vor Augen halten: Wir bauen in Europa die Grenzen wieder auf, sie werden teils streng kontrolliert, der Terror ist im Herzen Europas leider an der Tagesordnung, die EU, die so wichtig ist, beginnt, an allen Ecken und Enden zu bröckeln. Gleichzeitig rast der technologische Fortschritt dahin.

„Willst du weiterkommen, musst du nach Oberöstereich kommen“

Aber es geht uns gut. Ich wüsste nicht viele Plätze auf der Erde, wo es besser wäre. Vor allem haben wir auch den Frieden. Aber wir haben auch viel zu verlieren. Und wir werden verlieren, wenn wir nicht vorangehen und in diesen Wettbewerb einsteigen und zu investieren. Aus unserem Land soll eine Spitzenregion werden. Es soll heißen „Willst du weiterkommen, musst du nach Oberöstereich kommen“.

Ein Land der Möglichkeiten braucht die beste Forschung. Wir wollen mit den Entscheidern, den Unis und den Forschungseinrichtungen weiter investieren und auf Kooperationen setzen, wir wollen in drei Jahren die 4 Prozent Forschungsquote erreichen. Forschen, Lehren, Ausbilden und Arbeitsplätze schaffen soll die Mischung sein.

Wir müssen auch ein Land der Bewegung sein. Bewegung und Sport sind nicht nur gesund, sondern unterstützen das Lernen und die Bildung. Die tägliche Bewegungseinheit wollen wir deshalb an unseren Schulen schaffen.

Start mit Tablet-Klassen

Im nächsten Schuljahr starten wir mit Mini-Computern, die wir Schülern und Lehrern zur Verfügung stellen und dem Ausbau der Tablet-Klassen. Auch um die Englisch-Kenntnisse früh zu verbessern.

Die Familie ist ein zentraler Dreh- und Angelpunkt, sie steht auch für mich im Zentrum politischer Bemühungen. Wir wollen die Möglichkeiten schaffen, dass jede Familie jenes Modell, das sie sich aussucht, auch leben kann.

Kindergarten und Volksschulen gemeinsam zu sehen, ist mir wichtig. Schon im frühen Alter müssen wir die Kinder mit einer guten Basis versehen. Bei vielen Familien gehört das Miteinander der Generationen dazu.

„In der Kultur ist Zusammenarbeit das Gebot der Stunde“

In der Hauptsache lebt unser Land von all jenen, die aus all den Möglichkeiten, die es hier gibt, etwas machen - die vielen Leistungsbereiten, die ihren Einsatz und ihre Ideen in unser Land einbringen. Weil wir diese Menschen haben, geht es auch, dass wir Hilfe denjenigen geben, die es auch wirklich brauchen.

Kultur vervollständigt uns als Menschen, von der Volks- und Alltagskultur bis zur Hochkultur. Sie ist die Dialogplattform für verschiedenste Gruppen unserer Gesellschaft. Auch in der Kultur ist Zusammenarbeit das Gebot der Stunde.

„Die wesentlichen Fragen dieses Landes tragen keine Farben“

Wir wollen mit dem Geld der Steuerzahler haushalten, ohne neue Schulden zu machen.

Ich werde gerne auch weiter auf den Rat meines Vorgängers Josef Pühringer zurückgreifen.

Das Miteinander möchte ich allen Parteien anbieten, denn die wesentlichen Fragen dieses Landes tragen keine Farben.


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