AK rät den Beschäftigten der insolventen Wozabal-Gruppe, das Arbeitsverhältnis nicht überstürzt aufzulösen!
Sechs Firmen der Wozabal-Gruppe sind insolvent. Betroffen sind rund 875 ArbeitnehmerIinnen. Sie haben ihre Juli-Löhne noch nicht erhalten.
Und obwohl sich die Beschäftigten verständlicherweise um ihre Arbeitsplätze Sorgen machen müssen, weil sie auf ihre Löhne und Gehälter angewiesen sind, um den Lebensunterhalt bestreiten zu können, sollen sie dennoch nicht überstürzt ihr Arbeitsverhältnis lösen. Denn dadurch könnten ihre noch offene Ansprüche verloren gehen. Schon nächste Woche halten die InsolvenzexpertenInnen der AK erste Betriebsversammlungen für die betroffenen ArbeitnehmerInnen ab.*
Die Expertinnen und Experten der AK Oberösterreich haben bereits im Vorfeld mit den BetriebsrätenInnen und den Gewerkschaften geklärt, wie im Falle einer Insolvenz möglichst rasch und effizient die Infoversammlungen und Beratungen direkt vor Ort abgewickelt werden können.
Bereits kommende Woche finden in Linz, Enns und Lenzing insgesamt elf Betriebsversammlungen statt. Dort erhalten die betroffenen ArbeitnehmerInnen Informationen, wie sie zu ihren offenen Zahlungen kommen. Laut Schuldnervertretung ist eine Fortführung des Unternehmens geplant.
Wird die Arbeiterkammer Oberösterreich im Rahmen der Beratungen und Versammlungen zur Vertretung bevollmächtigt, kümmert sie sich um die Anmeldung und Beantragung der offenen Ansprüche bei Gericht und beim Insolvenz-Entgelt-Fonds. Die Vertretung ist für die Betroffenen kostenlos. Die Gerichtsgebühren werden vorgestreckt.
Wann die ArbeitnehmerInnen mit der Zahlung durch den Insolvenz-Entgelt-Fonds rechnen können, lässt sich derzeit nicht abschätzen. Die AK sowie die Insolvenz-Entgelt-Fonds Service GmbH werden sich bemühen, diese Wartefrist möglichst kurz zu halten.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden